Wie funktioniert ein öffentlicher Bücherschrank?

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Quelle: Wikipedia

Den Begriff „Öffentliche Bücherschränke“ können Sie wörtlich nehmen. Es handelt sich um besonders stabile Regale oder Konstruktionen, welche mit Büchern gefüllt sind. Das Regal gehört niemanden und die Bücher auch nicht. Sie können jederzeit, rund um die Uhr, ein Buch herausnehmen und zum Lesen mit nach Hause nehmen. Sie können aber auch ein Buch, welches Sie nicht mehr benötigen, hineinstellen.

Die Kosten und der Ablauf

Es kostet Sie keinen Cent, diese fantastische Einrichtung zu nutzen und Sie finden fast alle Themen, z. B. ausgefallen Bücher zum oder ähnlichem. Der öffentliche Bücherschrank steht an einem frei zugänglichen Ort, wo Sie meist rund um die Uhr Zugang haben. In einigen öffentlichen Einrichtungen, wie Kirchen, Gewerbebetriebe oder bürgernahen Gebäuden, sind die Bücherregale nur zu bestimmten Zeiten öffentlich zugänglich.

Doch zahlreiche Schränke stehen auf öffentlichen Plätzen oder neben befahrenen Straßen. Plexiglas schützt die Bücher vor Wind und Wetter. Sie können einen öffentlichen Bücherschrank durchaus mit einer Bibliothek in Miniaturausgabe vergleichen. Ohne Formalitäten, vollkommen anonym nehmen Sie ein Buch heraus oder legen eines hinein. Eine völlig andere Art der Buchbeschaffung als mit dem klassischen. Ob Sie die Bücher wieder zurückbringen, bleibt Ihnen überlassen.

Mit Sicherheit beschleicht Sie ein seltsames Gefühl, wenn Sie vor einem Schrank stehen, welcher niemanden gehört und Sie ein Buch herausnehmen dürfen, doch genauso ist es erwünscht. So genannte „Bücherschrankpaten“ schauen nach dem Rechten, einige legen sogar Tüten in die Regale. Mancherorts ist der öffentliche Bücherschrank in einer Telefonzelle untergebracht, die meisten Bücher stehen jedoch in einem Holzschrank.

Wer finanziert die Bücherschränke?

Es gibt verschiedene Organisationen, welche wetterfeste Bücherschränke aufbauen. In einigen Städten wird die Idee sogar von Privatpersonen umgesetzt. Wieder woanders haben sich Bürgervereine zusammengeschlossen, um die Idee zu verwirklichen. Der zuerst, von allen Seiten, befürchtete Vandalismus blieb aus, scheinbar sind Bücher immer noch unantastbar. In den seltenen Fällen, wo es doch zu Schäden kam, waren die Paten schnell vor Ort.

Die Bücherschränke haben einen gewaltigen Zulauf. Vielleicht ist in Ihrer Nähe ein solcher? Beobachten Sie ihn einige Minuten lang und Sie werden feststellen, dass sich viele interessierte Bürger mit dem Projekt ernsthaft und vor allem vorbildlich auseinandersetzen. Viele Schränke sind so voll, dass sie aus allen Nähten platzen.

Die Absurdität des Spargedankens von Ipke Wachsmuth
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