Autoreninterview mit Ulrike Parthen

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Ulrike Parthen_knall

Name
Ulrike Parthen

 
Autoren-Steckbrief
Es war bereits 1968 abzusehen …

… dass in mir enorm kreative Gene sowie grenzenlose Phantasie schlummern müssen. Denn ich kam auf die äußerst ‘kreative’ Idee, meiner Mutter ein reichlich ausgefallenes Weihnachtsfest zu bescheren. Während andere Mütter zu Hause den Festbraten vorbereiten,Tannenbaum schmücken und sich mit dem Christkind unterhalten, wer nun welche Geschenke erhält, legte ich die Richtung lieber selbst fest … und nahm die Dinge ‘höchstpersönlich’ in die Hand!

Wie macht man das am kreativsten?

Klar, indem man sich selbst zum Christkind auserwählt und rotzfrech 6 Wochen vor geplantem Termin am Heiligen Abend auf die Welt kommt. Über dieses Geschenk freute sich meine Mutti sicher sehr doll. Auch wenn das Weihnachtsfest 1968 aufgrund dieses Geschenks leider ohne Braten und Tannenbaum ablaufen musste – Ulrike sei Dank!

Knapp 10 Jahre später wiederum machten sich die ersten kreativen Züge hinsichtlich ‘Schreiben’ bemerkbar. In der Form, dass meine Deutschlehrerin folgende Zeilen unter meinen Aufsatz setzte: „Ulrike, deine Phantasie hat heute mal wieder Purzelbäume geschlagen!“ Ich sehe das als eindeutiges Kompliment! Da ein simpler Deutschaufsatz meine Phantasie auf gnadenlos maximal 2 Seiten einschränkte, träumte ich schon damals davon, irgendwann ein Buch zu schreiben. Herrlich muss das sein, wenn man sich auf hunderten von Seiten grenzenlos austoben darf.

Das erste Buch musste allerdings noch eine ganze Weile warten. Derweil tobte ich mich mit dem geschriebenen Wort auf andere Weise aus. Mein beruflicher Werdegang war entsprechend mit jungen 21 Jahren besiegelt: Ulrike muss einfach mit diesen Buchstaben zu tun haben – und irgendwie auch mit der Werbung.

Daher trieb ich mein kreatives Unwesen fortan als selbstständige Werbelektorin – über viele Jahre hinweg. Eine Stimme flüsterte mir jedoch unablässig zu, dass da noch mehr ans Tageslicht will: mehr Kreativität eben! Als das Stimmchen so laut wurde, dass es alles andere übertönte, gab ich mich geschlagen – besuchte erst die Werbetexter-Schule, um mir die Basics zur Werbetexterin anzueignen.

Meine in die Wiege gelegten Begabungen für das kreative Wort, die unablässigen Phantasien, mein sensibles Einfühlungsvermögen und nicht zu bremsender Humor ergibt in der Summe: eine Textfee, die ihre Berufung täglich ausleben darf. Toll, oder?

Inzwischen bilde ich selbst Menschen aus im Online-Texter-Seminar der Textfee – mit einem eigens dafür entwickelten Konzept, das aus vielen Jahren Erfahrung resultiert.

Ganz ‘nebenbei’ erfüllte ich mir in 2008 meinen Kindheitstraum und schrieb meinen ersten Roman, dem zwischenzeitlich einige andere gefolgt – jedoch nicht mehr alle erhältlich sind. Das neuste Werk ist im Sommer 2015 erschienen: Knall & Knall – so to say: peng’! – die verrückteste Liebes-Komödie 2015.

 
Bisher erschienene Bücher auflisten
Knall & Kknall – so to say: PENG!

Lustige Hunde-Geschichten (ein reines Benefiz-Werk – der Erlös wird komplett gespendet!)

 

Woher nimmst du deine Motivation zum Schreiben? Was treibt dich an?
Ich kann gar nicht anders als schreiben. Hauptberuflich allerdings bin ich Werbetexterin – hat eindeutig auch mit ‘schreiben’ zu tun, ist dennoch etwas völlig anderes als ein Buch auf den Weg zu bringen. Zwischen all dem konzeptionellen Werbe-Denken und -Schreiben muss ich daher einfach immer wieder mal ausbrechen und mich völlig einer Buchgeschichte hingeben.

 
Wie entstehen die Ideen zu deinen Büchern?
Bisher entstanden sie immer direkt aus meinem Leben – ich nehme also eigene Erlebnisse als Grundlage und schmücke diese kreativ phantasievoll aus. Darunter können auch Themen fallen, die auf den ersten Blick weniger alltäglich sind, wie z.B. die Themen ‘Tierschutz’ oder ‘Angstzustände’. Die Besonderheit bei all meinen Büchern aber ist eindeutig der humorvolle Schreibstil.

 
Gibt es Gemeinsamkeiten oder Unterschiede in deinen Büchern?
Die Antwort ergibt sich bereits aus vorheriger Frage: Allen gemeinsam ist mein humoristischer Ansatz. Unterschiede ergeben sich allein aus den Themenschwerpunkten.

 
In welchem Genre bist du zu Hause?
Eine Mischung aus Roman, Biografie und Erzählung.

 
Wann kannst du am besten schreiben?
Hier gibt es keine bestimmte Tageszeit. Wenn es fließt, dann fließt es richtig – die Buchstaben sprudeln dann nur noch so aus meinem Kopf und in die Tastatur. Wie alle Autoren kennen ich allerdings auch die Momente, in denen mich die viel zitierte Schreibblockade völlig lahm legt. In solchen Zeiten sollte man das Schreiben eher sein lassen und geduldig abwarten. Meine Erfahrung ist: Nach einigen Tagen sprudelt es bereits wieder – sofern man während einer solchen Blockade nicht in Panik verfällt, sondern weiterhin an sich und sein Talent glaubt.

 
Warum sollten die LeserInnen ausgerechnet deine Werke lesen?
Weil meine Bücher lockere, humorvolle Unterhaltung bedeuten – für Jung und Alt, für Männlein und Weiblein.

 
Was sind deine Lieblingsbücher? Was magst du absolut gar nicht?
Zum einen verschlinge ich natürlich auch gerne selbst das, was ich schreibe: humorvolle Werke anderer Autorinnen und Autoren. Außerdem geht nichts über einen gut verfassten Krimi. Gar nicht mein Ding sind Phantasy-Bücher oder ‘schwere Kost’.

 
Mit welchem deiner Protagonisten oder mit welchem anderen Autor würdest du gerne mal einen Kaffee trinken gehen?
Das Buch ‘Wassermelone’ von Marian Keyes habe ich regelrecht verschlungen. Obwohl es schon lange auf dem Markt ist, bekam ich es erst 2014 in die Finger und habe mich köstlich über ihren Schreibstil amüsiert. Mit ihr würde ich sehr gerne einmal einen Kaffee trinken und dabei mehr über sie erfahren.

 
Was war der lustigste Fehler in deinen Büchern?
Ich denke seit 3 Minuten über diese Frage nach und habe immer noch keine Antwort. Nach Veröffentlichung gibt es keine lustige Fehler, über die ich berichten kann. Obwohl sicher der ein oder andere Fehler trotz akribischem Lektorieren nie zu vermeiden ist. Lustig ist vielmehr der Fehlerteufel während des Schreibprozesses. Wenn oben erwähntes Fließen im Gang ist und ich dies Abschnitt für Abschnitt einen Tag nach Schreiben erneut lese, passieren schon die seltsamsten (lustigsten) Dinge: komplette Logik-Fehler, lustige ‘Vertipper’ und sagenhaft heftige Wortwiederholungen (ca. 3 x das selbe Wort in einem Satz!).

 
Dein Lieblingsspruch/Motto/Lebensweisheit?
Mein Motto: Man nehme alles mit Humor. Denn ohne ist das Leben einfach zu ernst!

 
Deine Chance! Was wolltest du den LeserInnen schon immer mal mitteilen?
Lesen ist wie Schreiben: einmal verfallen – immer verfallen. Habt weiterhin viel Spaß mit der Leidenschaft ‘Lesen’ und gebt mir gerne euer Feedback zu meinen Werken. Ich freue mich über eure Nachrichten oder auch Fragen.

 
Liste hier auf, wo man dich im Netz antrifft (Website, Facebook, Twitter, YouTube, …)
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