Interview mit Matthias Boll

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Matthias Boll

Autoren-Steckbrief
Matthias Boll ist promovierter Naturwissenschaftler und lebte mit seiner Familie einige Jahre beruflich bedingt in Südafrika. Er arbeitete als Student neben dem Studium als Freier Journalist bei einer einflussreichen Tageszeitung. Mit diesem Hintergrund kombiniert er in seinen Büchern aktuelle Technik und südafrikanische “Folklore” zu spannenden Kriminalromanen. Er hat seinen Lebensmittelpunkt inzwischen wieder in Köln und arbeitet dort in seiner Freizeit an weiteren Kriminalromanen aus Südafrika, wieder mit Wissenschaftler Frank Sattler als Hauptperson.

Bisher erschienene Bücher auflisten
“Das Muthi” (2016, eBook)
“Das Muthi” (2016, Print)
Demnächst erscheint der zweite Band der Reihe mit dem Titel: “Verbindung Y”

Woher nimmst du deine Motivation zum Schreiben? Was treibt dich an?
Ich habe das Gefühl, es gibt Geschichten, die einfach erzählt werden wollen. Und dann auf Papier gebracht werden müssen. Solche Krimis entwickeln sich in meinem Gehirn ohne mein Zutun. Wenn sie gut sind, dann möchte ich sie niemandem vorenthalten!

Wie entstehen die Ideen zu deinen Büchern?
Meine ursprüngliche Idee war, die in Südafrika erlebten, für Europäer mehr als skurrilen Geschichten zu sammeln. Fotos sind einfach gemacht, aber die Stories dazu vergisst man zu schnell. Im südlichen Afrika sind die Zeitungen voll von Artikeln, die sich für die Entwicklung eines Krimis eignen würden. Dazu kommen die persönlichen Erfahrungen, die ich gemacht habe – und die ebenfalls in die Bücher einfließen.

Gibt es Gemeinsamkeiten oder Unterschiede in deinen Büchern?
Grundsätzlich befinden sich meine Bücher im Spannungsfeld zwischen Technik auf der einen Seite (Michael Crichton lässt grüßen) und der traditionellen afrikanischen Lebensweise. Die Punkte berühren sich in einem technologisch weit entwickelten Land wie Südafrika ganz automatisch – und lassen sich ausgezeichnet in Thriller einbauen.

In welchem Genre bist du zu Hause?
Krimi und Thriller

Wann kannst du am besten schreiben?
In der untergehenden Sonne Südafrikas, am Besten die Beine auf einen Stuhl hochgelegt und den Laptop auf dem Schoß. Neben sich auf dem Tisch ein kühles Getränk.

Warum sollten die LeserInnen ausgerechnet deine Werke lesen?
Ich schreibe spannende, in sich stimmige Geschichten. Der Leser soll raten können, wer wann was getan hat – und wird am Ende der Geschichte nicht enttäuscht. Gleichzeitig gehe ich auf technische Aspekte ein, soweit es für den Plot wichtig ist. Und dann ist da natürlich noch das Land und die Menschen, die mir ganz besonders am Herzen liegen. Und die deshalb auch ausreichend Raum bekommen.

Was sind deine Lieblingsbücher? Was magst du absolut gar nicht?
Bücher vom bereits erwähnten Michael Crichton habe ich schon alle durch. Dazu Dan Brown, John Grisham, diese Liga. Elisabeth George machte mich dagegen schon nach zehn Seiten nervös.

Mit welchem deiner Protagonisten oder mit welchem anderen Autor würdest du gerne mal einen Kaffee trinken gehen?
Ich glaube, ich würde mit Chaundre Labuschagne aus “Das Muthi” ein Date anstreben. Wenn es nur ums Kaffee trinken geht, dann wäre es wohl Deon Meyer, wobei ich mich mit ihm in Kapstadt an der Waterfront treffen würde, um mir Tipps abzuholen.

Was war der lustigste Fehler in deinen Büchern?
Jedes Buch wird vor der Veröffentlichung von etlichen Leuten korrigiert. So fallen Dinge auf, die ich nie auf dem Schirm hatte. In einer Szene beschreibe ich Sifiso, wie er mit einem spitzen Stein in Durban die Seitenscheiben eines Autos einschlägt. Tatsächlich geht das rein technisch schon lange nicht mehr, ein Freund hat mir sogar Youtube-Videos dazu gezeigt. Da habe ich nicht schlecht gestaunt.

Dein Lieblingsspruch / Motto / Lebensweisheit?
Jedes meiner Bücher hat einen Spruch auf der ersten Seite. Die meisten Leser überlesen den vermutlich gerne. Aber ich habe mir hierzu viele Gedanken gemacht. Nicht umsonst ist das Zitat im ersten Buch auf Zulu, das Zitat im zweiten auf Afrikaans und das im dritten auf Englisch. Alle drei gefallen mir sehr gut.

Deine Chance! Was wolltest du den LeserInnen schon immer mal mitteilen?
Ich werde immer wieder gefragt, wann denn der zweite Band herauskommt, “Verbindung Y”. Das Buch ist geschrieben und zur Zeit (September 2016) in der Überarbeitung, Wie die meisten Autoren muss auch ich mir meine Zeit einteilen – deshalb kann ich nicht leicht abschätzen, wann es fertig korrigiert ist. Mit etwas Glück kommt es noch in diesem Jahr in die (imaginären Amazon-) Regale

Liste hier auf, wo man dich im Netz antrifft (Webseite, Facebook, Twitter, YouTube, …)*
https://www.facebook.com/wolfratz/

 

 

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