Interview mit Hardy Klemm

48


Name
Hardy Klemm

Autoren-Steckbrief
1982 geboren, dann Tischlerlehre und jetzt glücklicher Autor.

Bisher erschienene Bücher auflisten
2016 Der Sonnensturm Teil 1 Energiekrieg: Eine Atomkrieg- & Zeitreisengeschichte

2016 Der Sonnensturm Teil 2 Graffiti 

2017 Der Sonnensturm Teil 3 Mem  

2017 Der erste Bericht aus dem anderen Land: Die Netzpolitik

Woher nimmst du deine Motivation zum Schreiben? Was treibt dich an?
Tatsächlich bin ich was das Schreiben angeht ziemlich faul und arbeite auch sehr langsam (1 Seite am Tag ist viel). Meine Stärke ist eher die Recherche. Wenn ich aber sichte kommen mir eigene Thesen und die möchte ich breitbanden. Ich bin klug und möchte das außerdem auch zeigen. Die Intension ist, weil ich es kann. Darüberhinaus haben meine Arbeiten Mehrwert und somit ihre eigne Intension mit dem Thema begründet. Ich schreibe nicht über nichts.

Wie entstehen die Ideen zu deinen Büchern?
Das ist sehr verschieden. Vor allem sehe ich mir sehr viele Ideen an und schätze dann ab, wie leicht für mich die Arbeit ist. Zum Beispiel würde ich gern mehr über Ausländer schreiben, kenne aber eigentlich keine näher. Das Thema fällt also flach. Ein anderes Kriterium ist die Haltbarkeit eines Themas. Wenn ich bei meiner langsamen Arbeitsweise z. B. über meinen Router, also Technik schreiben würde, kämen dann Updates zum Router und das Buch wäre veraltet bevor es veröffentlicht wird. Das heißt aber nicht, dass ich nicht gern würde, nur es geht einfach nicht.

Gibt es Gemeinsamkeiten oder Unterschiede in deinen Büchern?
Die Gemeinsamkeiten sind die Herangehensweise. Ich weiß am Anfang nicht was am Ende steht. Die Geschichten richten sich nach der Recherche und werden danach geändert. Am Anfang habe ich aber nicht recherchiert. Ich erarbeite die Bücher. Humor ist auch in allen Büchern. Mut zum Fach habe ich auch, und erkläre alles zugänglicher an eigenen Pitches und Beispielen. Ich mache mir dabei immer etwas Sorgen das mein Leser abnippelt, wenn es zu trocken wird, deshalb muss ich immer durch eigentlich trockne Themen durchgaloppieren und es für Dummies erklären.

In welchem Genre bist du zu Hause?
Sci Fi

Wann kannst du am besten schreiben?
von 13 bis 16 Uhr vor meinem Fernseher.

Warum sollten die LeserInnen ausgerechnet deine Werke lesen?
Ich arbeite zum großen Teil investigativ, und habe so meine eigene Version der “Never Ending Story”. Wenn ich nicht weiter komme, recherchiere ich einfach. Ich schreibe jetzt über 10 Jahre und es sind über 1300 zusammenhängende Normseiten geworden. Mit Recherche baut eines auf dem anderen auf, ohne Recherche, müsste man schon sehr kreativ sein, um sich erstens nicht zu verhaspeln, 2. austauschbar und nicht mehr tragenden Content abliefern (ähnlich wie die Simpsons) oder 3. ohne Ende repetitiv werden. Meine Spezialisierung ist Geheimdienst und künstliche Intelligenz

Was sind deine Lieblingsbücher? Was magst du absolut gar nicht?
Das Universum in der Nussschale | Stephen Hawking, der hat alles an sehr schönen Pitches und Beispielen erklärt. Ist so ein bisschen Vorbild. (den mag ich)
Mag ich nicht wäre Dan Brown, der hat in Diabolus ein Kind erschießen lassen, um Emotionen zu erzeugen. (noGo)

Mit welchem deiner Protagonisten oder mit welchem anderen Autor würdest du gerne mal einen Kaffee trinken gehen?
Mit Autor Tom Clancy, sein Spezialgebiet ist das moderne Militär, meins ist der moderne Geheimdienst. Das dürfte interessant werden.

Was war der lustigste Fehler in deinen Büchern?
Bei meinem ersten Buch, gab es einen Minigau mit dem Lektorat. Man hatte es als Sachbuch behandelt, wohlgemerkt eine Geschichte mit Raumschiffen Zeitreisen und Roboter. Das hatte zur Folge, dass das Lektorat über 8 Monate dauerte und die Lektorin das Manuskript auf ein Level gepeitscht, dass ich der Autor es kaum noch Händeln konnte. Bedenkt man, dass im Buch ein schwerer Skalierungsfehler ist, kann man Mitleid mit dem Lektorat haben.

Dein Lieblingsspruch / Motto / Lebensweisheit?
Life is that what happens, when you busy with other things (John Lennon)

Deine Chance! Was wolltest du den LeserInnen schon immer mal mitteilen?
Ich habe zu 10 Jahre bis jetzt kaum Resonanz. Wenn mich einer meiner Freunde fragt, ob er lesen darf, schicke ich es ihm per Mail und höre dann nie wieder was zum Thema, was am Umfang liegen dürfte. Mir ist es egal geworden und es geht auch ganz ohne Leser.

Liste hier auf, wo man dich im Netz antrifft (Webseite, Facebook, Twitter, YouTube, …)*
YouTube (ologe) (ich bin der Weiße)
Facebook
Twitter



KOMMENTARE

    Hinterlass einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.