Interview mit Devon Wolters

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Name
Devon Wolters

Autoren-Steckbrief
Devon Wolters dachte schon früh, dass es eine gute Idee wäre, in der Nacht zu schreiben und in der Schule zu schlafen. War auf jeden Fall ‘ne gute Entscheidung. 2013 begann er seine Geschichten selbst einzusprechen und als Hörspiele und Hörbücher auf YouTube hochzuladen. Nach knapp fünf Jahren und mehreren Dutzend Vertonungen veröffentliche er mit 18 auf eigene Faust seinen ersten Roman. Seitdem ist er nebenbei als Auftragssprecher tätig geworden, begann irgendein Studium, veröffentlichte drei weitere Bücher und begann, seine Hörbücher auf Plattformen wie Spotify und Audible zu veröffentlichen. Noch immer hört er nicht auf die Empfehlungen, sich einen Plan B zu suchen und arbeitet weiter an neuen Romanen.

Bisher erschienene Bücher auflisten
Die Kirche des heiligen Prozesses (2020)
Endpunkt (2019)
Nabelschnur (2019)
Schwarzes Loch
Restmensch (2017)
Blaue Tulpen (2017)

Woher nimmst du deine Motivation zum Schreiben? Was treibt dich an?
Wenn es etwas gibt, mit dem ich mich viel beschäftige und das interessant für mich ist, dann habe ich das Bedürfnis, selbst etwas in die Richtung zu machen. So bin ich einfach. Da ich mit Hörbüchern aufgewachsen bin und dann später viel gelesen habe, war da schon immer das Bedürfnis, Bücher zu schreiben. Ich liebe Bücher, Filme, Serien, Videospiele – alles, was eine Geschichte erzählt. Von daher muss ich auch selbst Geschichten erzählen.

Wie entstehen die Ideen zu deinen Büchern?
Meistens aus der Betrachtung von dem, was es in der Literatur schon gibt oder nicht gibt. Was fehlt mir, was muss mal besser beleuchtet werden, was wollte ich schon immer mal lesen? Aber natürlich gibt es auch einfach Situationen, Personen, Szenen, die interessant sind und bei denen mir schnell eine Idee kommt.

Gibt es Gemeinsamkeiten oder Unterschiede in deinen Büchern?
Die düstere Grundstimmung dürfte wohl eine große Gemeinsamkeit meiner Bücher sein. Ich kann keins nennen, welches sich mit seichten Themen auseinandersetzt und es ist auch nicht der Plan, sowas irgendwann zu schreiben. Ansonsten ist eine große Gemeinsamkeit der Fokus auf Charaktere und ihre Konflikte – aber auch thematisch lässt sich einiges finden, was sich überschneidet. Müdigkeit und Schlaflosigkeit zum Beispiel, oder Drogenkonsum.

In welchem Genre bist du zu Hause?
New Weird. Das ist ein Nischengenre welches ich vor allem durch den Autoren China Miéville kenne, eine Mischung aus Fantasy, Horror und Science-Fiction, wobei ich vor allem zu den ersten beiden tendiere.

Wann kannst du am besten schreiben?
Wenn meine Duftkerzen angezündet sind und ein ASMR-Video im Hintergrund läuft. Spaß – die einzige Voraussetzung ist eigentlich, dass ich allein sein muss.

Warum sollten die LeserInnen ausgerechnet deine Werke lesen?
Weil ich beständig versuche, mit der Erwartungshaltung zu brechen und in Richtungen zu gehen, mit denen man nicht rechnet. Das Wichtigste ist für mich, nicht zu wiederholen, was es schon einmal gab.

Was sind deine Lieblingsbücher? Was magst du absolut gar nicht?
Schwieriger Käse. Mich bei sowas festzulegen fiel mir immer schon schwer. Was mir spontan so einfällt: Perdido Street Station von China Miéville, die Kingkiller Chronicles von Patrick Rothfuss, viel von Walter Moers, viel von Stephen King.

Mit welchem deiner Protagonisten oder mit welchem anderen Autor würdest du gerne mal einen Kaffee trinken gehen?
Mit Daniel Spieker würd ich gern mal wieder ‘nen Kaffee trinken, aber das gab es schon öfter. Ansonsten habe ich tatsächlich nicht wirklich das Bedürfnis, irgendeinen Autoren oder eine Buchfigur zu treffen. Wenn es, warum auch immer, passieren würde, hätte ich nichts dagegen und es wäre natürlich interessant. Aber es ist nicht wirklich ein Traum von mir oder sowas.

Was war der lustigste Fehler in deinen Büchern?
Vielleicht findet das niemand lustig, aber als ich statt “jahrelang” einfach “jahrelgang” in einem Manuskript gelesen hab, war das schon gut. Zum Glück wurde das aber nicht gedruckt.

Dein Lieblingsspruch / Motto / Lebensweisheit?
Da fällt mir nicht wirklich was ein, um ehrlich zu sein. Simplen Motivationssprüchen kann ich nicht so viel abgewinnen.

Deine Chance! Was wolltest du den LeserInnen schon immer mal mitteilen?
Danke, dass ihr kleine Autoren, die so sehr abseits des Mainstreams stattfinden, wie Daniel Spieker oder ich es tun, so sehr unterstützt. Ohne euch wäre das alles nur schwer möglich.

Liste hier auf, wo man dich im Netz antrifft (Webseite, Facebook, Twitter, YouTube, …)*
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Mehrsehnsucht von Morgan Stern


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