Interview mit Claudia Starke

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Name
Claudia Starke

Autoren-Steckbrief
Claudia Starke wurde 1965 in Gelsenkirchen-Buer geboren, wo sie heute noch wohnt.

Bereits vor der Schule lernte sie lesen, indem sie mit der Tageszeitung in der Hand ihre Mutter nach dem Alphabet befragte. Danach war kaum ein Buch sicher vor ihr.

Die Familie war oft mit dem Auto unterwegs, doch Lesen und Autofahren vertrug sich bei Claudia nicht, während der große Bruder seiner Leidenschaft ungehindert frönen konnte. Alleingelassen auf dem Rücksitz ersann sie sich ihre eigenen Geschichten, entweder durch Einbeziehen der vorbeieilenden Landschaft oder durch Rückzug in ihr innerstes Reich der Phantasie.

Kein Wunder stand für sie als Kind bereits fest, dass sie dereinst mal eigene Bücher schreiben wollte.

Erste Schreibversuche fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, erst nach und nach holte sie sich Feedback von Anderen. Zunächst nur innerhalb, später auch außerhalb der Familie.

Und doch sollte es bis zum Jahre 2000 dauern, ehe die ersten drei Geschichten vom Bastei Verlag veröffentlicht wurden.

Heute ist sie Mutter von drei Kindern und geduldete Mitbewohnerin von zwei Katzen und leidenschaftliche Schreiberin, die den Nachtschlaf gern einer guten Geschichte opfert.

Bisher erschienene Bücher auflisten
Jenseits der Dunkelheit (2012, neu 2019)
Verloren (2019)
Vergangen (2017)
Saat der Dunkelheit (neu 2019)
Verborgen (neu 2019)
Schattenreich (neu 2019)
Wenn du wüsstest … (neu 2019)
Wolkenreise (neu 2017)
Die Bestie – Bad Moon Rising (2018)
Stille Nacht (2019)
Zwielicht (neu 2019)
JAGD (2017, neu 2019)
Mia mitten in Mitternacht (2018)

Woher nimmst du deine Motivation zum Schreiben? Was treibt dich an?
Seit meiner Kindheit bin ich leidenschaftliche Leseratte, aber mir reichten die Geschichten, die ich las, nie – stets erfand ich mir Fortsetzungen, alternative Enden oder Vorgeschichten. Da war der Schritt zum Schreiben nicht mehr weit. Anfangs nahm ich mir vor, dereinst ein Buch zu schreiben, und entwarf Szenarien für ausgedachte Handlungen, wohingegen heute die Geschichten zu mir kommen und darum bitten, in Buchform gebracht zu werden. Selbst wenn ich längere Zeit nicht zum Schreiben komme – irgendwann platzen die Geschichten aus mir raus, notfalls auch nachts, auf Busfahrten oder oder oder. Nicht ohne Grund habe ich immer etwas zu schreiben dabei. 🙂

Wie entstehen die Ideen zu deinen Büchern?
Das ist sehr unterschiedlich. Viele Kurzgeschichten sind durch Themenvorgaben entstanden, entweder durch das monatliche Wortspiel auf BookRix oder bei anderen Schreibwettbewerben. Doch nicht selten entstammen die Ideen dem Alltag, aus Unterhaltungen heraus geboren, oder weil ich etwas lese, das ich ganz anders erzählen würde. Wie gesagt, ich habe immer etwas zu schreiben dabei, damit ich jede Idee willkommen heißen kann, egal, wie unerwartet sie daherkommt.

Gibt es Gemeinsamkeiten oder Unterschiede in deinen Büchern?
Ich denke, sowohl als auch. Allerdings sollte diese Frage lieber von meinen Lesern beantwortet werden, denn ich bin da ein wenig betriebsblind. Für mich ist jede Geschichte anders. Oder?

In welchem Genre bist du zu Hause?
In der Phantastik. Urban Fantasy bzw. Dark Fantasy – ehrlich gesagt, liegt mir dieses in Schubladen Packen nicht so. Meine Geschichten mischen gern Horror/Mystery mit Thriller-Elementen, gerne auch mit einem Schuss Erotik, es gibt auch Liebe, aber eben auch … ich bin nicht immer nett zu meinen Protagonisten.
Meine Kiddie-Geschichten sind phantasievoll, vielleicht auch ein kleines bisschen gruselig, aber immer mit einem guten Ende. 🙂

Wann kannst du am besten schreiben?
Eigentlich rund um die Uhr, wenn die Geschichte mich dazu treibt, aber am liebsten ist mir die Nacht. In der Stille und Dunkelheit kann ich mich am besten denken hören. Was nicht heißt, dass ich nicht auch beim Schreiben Musik höre – aber manchmal brauche ich Ruhe, um der Geschichte zuhören zu können.

Warum sollten die LeserInnen ausgerechnet deine Werke lesen?
Weil sie wissen müssen, dass Gelsenkirchen-Buer nicht nur den 1. FC Schalke 04 zu bieten hat, sondern auch gute Horrorthriller.

Was sind deine Lieblingsbücher? Was magst du absolut gar nicht?
Ich mag Horror, der nicht nur blutrünstig ist, Mystery, Fantasy, ich mag es, wenn die Grenzen zwischen Phantasie und Wirklichkeit verschwimmen, ich mag Krimis und Science Fiction, historische Romane – mit anderen Worten: Ich lese querbeet vieles, was mir ins Bücherregal kommt.
Ich bin kein Freund von Vampir- oder Liebesgeschichten. Doch auch hier sage ich niemals nie. Denn ich mag auch keine Werwolfgeschichten – und habe doch selber eine geschrieben.

Mit welchem deiner Protagonisten oder mit welchem anderen Autor würdest du gerne mal einen Kaffee trinken gehen?
Ich habe das Glück, in Jacob Nomus einen Autorenfreund zu haben, der mir nicht nur mit Rat und Tat zur Seite steht und selber geniale Bücher schreibt, sondern mit dem ich tatsächlich bereits mehrfach Kaffee getrunken habe. Und ich freue mich jetzt schon aufs nächste Mal.

Was war der lustigste Fehler in deinen Büchern?
Ich habe meinen Bösewicht den Bus nehmen lassen, um ziellos durch die Stadt zu treiben. Später ist er dann mit dem Auto heimgefahren. Er hat mir bis heute nicht verraten, wie er das geschafft hat.

Dein Lieblingsspruch / Motto / Lebensweisheit?
Bei dieser Frage startet immer der Media-Player in meinem Kopf. “Don't dream it, be it” und “If you want to sing out, sing out” stehen da ganz oben auf der Playlist.

Deine Chance! Was wolltest du den LeserInnen schon immer mal mitteilen?
Phantasie schreibe ich mit “Ph”, weil ein kleines “F” dieser großartigen Sache nicht gerecht wird.
Wem das zu kryptisch ist, der kann gerne mal bei mir vorbeilesen, wie viel “Ph” in meinen Geschichten steckt. 😉

Liste hier auf, wo man dich im Netz antrifft (Webseite, Facebook, Twitter, YouTube, …)*
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Twitter 
von Facebook nehme ich derzeit eine Auszeit, weswegen es nicht lohnt, mich dort zu besuchen
Belletristica 
Bookrix 



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