Interview mit Caroline Régnard-Mayer

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Name
Caroline Régnard-Mayer

Autoren-Steckbrief
Caroline Régnard-Mayer lebt mit ihren zwei Kindern in Landau in der Pfalz. 2005 wurde sie aufgrund ihrer Erkrankung an Multipler Sklerose (MS) berentet. Die Autorin schreibt Ratgeber für andere Betroffene zur Ermutigung und Information und zur eigenen Krankheitsbewältigung.

Bekannt in Fachkreisen wurde sie mit ihrem ersten Buch „Frauenpower trotz MS … aus dem Leben gegriffen!“. Das wichtigste Buch für die Autorin ist ihr Ratgeber “Wir haben MS und keiner sieht es!”, erschienen 2015. Es beschreibt die unsichtbaren Symptome bei Multiple Sklerose und leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung und Information der Betroffenen und ihrer Angehörigen.

Ihr erster belletristischer Roman erscheint im Sommer 2016 unter dem Pseudonym Rachel Parker. Auch dort wird MS ein Randthema sein.
Frau Régnard-Mayer ist Gruppenleiterin einer MS-Selbsthilfegruppe und hat einen eigenen Blog.

Bisher erschienene Bücher auflisten
Frauenpower trotz MS: Band 1 bis 3
Frauenpower trotz MS – Trilogie: Jetzt liegt es an mir!
Wir haben MS und keiner sieht es!
Keine Angst vor der Blase
Mademoiselle klopft an meine Tür!
Pflegende Angehörige brauchen Auszeiten: Betroffene und Angehörige berichten aus ihrem Alltag, die Pflege und Bürokratie
Schreiben macht Spaß: Jeder fing mal klein an!
Guten Appetit MS (Koch- und Backbuch – Band 1)
Guten Appetit MS 2 (Koch- und Backbuch – Band 2)
MS – Gedankenspiele Band 1 2 ODER als Sammelband “Gedichte für die Seele”

Meine Romane schreibe ich unter Pseudonym Rachel Parker um mich von den MS-Büchern abzugrenzen.
Im Meer des Glücks
Ein Jahr ohne dich

Woher nimmst du deine Motivation zum Schreiben? Was treibt dich an?
Nach einem schweren Schub Ende 2008 schrieb ich mir alles von der Seele, das wie eine Befreiung für mich war. Ab diesem Zeitpunkt ging es bergauf. Ich hatte meinen Weg im Umgang mit der Erkrankung Multiple Sklerose gefunden und gebe seit dieser Zeit mein ganzes Wissen und meine Erfahrung weiter. Meine Bücher sind alles Mutmacherbücher und die große Leserschaft motiviert mich immer wieder weiterzuschreiben. Deswegen blogge ich auch seit 4 Jahren.

Wie entstehen die Ideen zu deinen Büchern?
Ich schreibe direkt aus dem Leben, über meine Erfahrungen und versuche die Menschen zu motivieren – nicht aufzugeben, eben einen anderen Weg für sich selbst zu finden. Viele Leser animieren mich zu einem Thema, aber auch ich sehe in der Praxis, was die Menschen lesen wollen, da sie mit Fachliteratur überfordert sind oder die gleichen Probleme wie ich haben. Es gibt Themen, wie die Blase oder Depression, da ist ein Buch von einem Betroffenen doch oft sehr hilfreich.

Gibt es Gemeinsamkeiten oder Unterschiede in deinen Büchern?
In all meinen Büchern schreibe ich über das Thema Multiple Sklerose (MS) oder Depression. In meinen Kochbüchern gebe ich meine Erfahrungen weiter, die ich positiv durch Ernährungsumstellung erfahren durfte. Meine MS etwas auszubremsen. In meinen Lyrikbänden veröffentlichte ich Gedichte über mein Leben, den Umgang mit der Krankheit und Gedanken, die in bestimmten Situationen in meinem Kopf entstehen. Die Ratgeber informieren Menschen und sie erhalten informatives und medizinisches.

In welchem Genre bist du zu Hause?
Belletristik, Ratgeber, Kochbücher, Lyrik

Wann kannst du am besten schreiben?
Nachts, wenn es still ist und alles schläft. Bedingt durch den Fortschritt schreibe ich aber auch gerne morgens, wenn die Kinder aus dem Haus sind.

Warum sollten die LeserInnen ausgerechnet deine Werke lesen?
Bei mir stehen keine Verkaufszahlen im Vordergrund, sonst hätte ich etwas anderes als Schreiben wählen müssen. Der Mensch und seine Probleme, seine Hilflosigkeit und anfängliche Unwissenheit mit der MS, dafür schreibe ich – denn das hätte ich mir 2004 bei Diagnosestellung auch gewünscht. Meine Leser wissen, dass sie mich jederzeit anschreiben können und das tuen sie auch. Davon profitiere auch ich, von ihrem Wissen und Erfahrungen. Bei meinen Büchern bekommt man Wissen aus erster Hand bzw. langjährige Erfahrungen rund um das Thema Multiple Sklerose und Depression.

Was sind deine Lieblingsbücher? Was magst du absolut gar nicht?
Ich mag die großen “alten” Schriftsteller, wie Simone Beauvoir, Paul Satre, aber auch Nicholas Sparks, Hilde Möller, Anselm Grün, Emma Wagner und viele mehr. Auch medizinische Fachliteratur lese ich. Ich lese pro Woche ein bis zwei Bücher. Mehr muss ich wohl nicht mehr sagen!
Krimis mag ich überhaupt nicht, ebenso Fantasy und Vampirromane.

Mit welchem deiner Protagonisten oder mit welchem anderen Autor würdest du gerne mal einen Kaffee trinken gehen?
Anselm Grün als Autor und mit Paul aus meinem neusten Roman.

Was war der lustigste Fehler in deinen Büchern?
Oh je, zu Beginn die Unwissenheit des Korrektorats und das war dann nicht mehr lustig.

Dein Lieblingsspruch / Motto / Lebensweisheit?
Als weiter!

Deine Chance! Was wolltest du den LeserInnen schon immer mal mitteilen?
Ein riesengroßes Dankeschön, ohne euch säße ich vielleicht heute in einer Ecke statt für euch zu schreiben!

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