Kari Lessír

Interview Kari Lessír

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Name
Kari Lessír 
Autoren-Steckbrief
Es war ein kalter Wintermorgen des Jahres 1967, als Kari Lessír das Licht der Welt erblickte. Von klein auf liebte sie es, Geschichten zu erfinden, zu malen und zu musizieren. Solange sie zur Schule ging, konnte sie all diese Interessen gleichermaßen verwirklichen. Doch nach dem Abitur klopfte der Ernst des Lebens an die Tür: Plötzlich sollte sie sich für nur einen Berufsweg entscheiden. Gar nicht so einfach. Und so kam es, dass sie Musikwissenschaft studierte, sich zur Mediengestalterin weiterbildete und ein Fernstudium in Kreativem Schreiben abschloss. Viele Jahre arbeitete sie in einem angesehenen Verlagshaus, nun ist sie als freie Autorin in Wiesbaden tätig und dankbar für ihre vielfältigen Berufs- und Lebenserfahrungen.
Kari Lessír ist Gold-Mitglied bei Qindie, außerdem Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS) Rheinland-Pfalz in ver.di. In ihrer Freizeit engagiert sie sich für hochbegabte Kinder und Jugendliche. 
Bisher erschienene Bücher auflisten
Wunschträume: Seelenreise #1“ (2014/15)
Taxi zum Himmel“ (2013)
Aus dem Blick“ (2008/12) 
Woher nimmst du deine Motivation zum Schreiben? Was treibt dich an?
Das übernehmen die Figuren meiner Romane. Sobald ich sie und ihre Geschichten konzipiert habe, werden sie lebendig und bestehen darauf, dass ich sie beobachte und über ihr Leben schreibe. Sie lassen mir da wenig Freiraum. Erst wenn das Buch fertig ist, darf ich es zur Seite legen und durchatmen. 
Wie entstehen die Ideen zu deinen Büchern?
Mich inspiriert das Leben. Das kann eine Begegnung sein, ein Zeitungsartikel oder ein Bericht im Fernsehen. Irgendwann ist die Idee da, nimmt Raum ein und will erzählt werden. 
Gibt es Gemeinsamkeiten oder Unterschiede in deinen Büchern?
Alle meine Veröffentlichungen verbindet, dass meine Geschichten berühren und zugleich eine tiefergehende Botschaft transportieren. Im Mittelpunkt steht das Thema „Liebe“, und sie spielen alle in Wiesbaden, wo ich mit meiner Familie lebe. 
In welchem Genre bist du zu Hause?
Ich schreibe Belletristik. Bis jetzt wurden es zwei Liebesromane und eine Kurzgeschichtensammlung. 
Wann kannst du am besten schreiben?
Wenn ich meine Ruhe habe und mir nichts und niemand im Genick sitzt, auch keine Termine oder sonstige Pflichten. Meistens ist das morgens, wenn mein Kind in der Schule ist, obgleich meine eigentliche Schreibzeit eher in den Abendstunden läge, da ich von Hause aus ein Nachtmensch bin. In der Praxis muss man sich eben den Gegebenheiten anpassen und das Beste daraus machen. ^^ 
Warum sollten die LeserInnen ausgerechnet deine Werke lesen?
Meine Werke richten sich an LeserInnen, die in die Tiefe schauen möchten. Die nicht nur gut unterhalten sein wollen, sondern zugleich auch offen sind für übergeordnete Themen, wie z.B. den Umgang mit einer Behinderung, Persönlichkeitsentwicklung oder Spirituelles. 
Was sind deine Lieblingsbücher? Was magst du absolut gar nicht?
Zu meinen Lieblingsbüchern gehören die „Nachtlilien“-Trilogie von Siri Lindbergh, die ich schon ein paar Mal gelesen habe und sehr bewundere, sowie die „Identität“-Reihe von Angela Planert, die ich wegen ihrer Spannung, der Figuren und der emotionalen Tiefe mag. Auch die Bücher von Marlen Reichenberg lese ich aus diesem Grund sehr gerne.
Den Stempel „Geht gar nicht“ haben für mich Thriller. Wenn Blut fließt, Menschen brutal niedergemetzelt oder emotional gequält werden, geht mir das derart an die sprichwörtlichen Nieren, dass ich so etwas weder als Buch noch als Film konsumieren kann. An dem Punkt muss ich mich vor der Fantasie anderer schützen.
Ansonsten lehne ich Bücher mit Rechtschreib-, Zeichensetzungs- und Grammatikfehlern kategorisch ab. Sie fliegen sofort von meinem Reader. 
Mit welchem deiner Protagonisten oder mit welchem anderen Autor würdest du gerne mal einen Kaffee trinken gehen?
Patrick aus meinem letzten Roman „Wunschträume“ würde ich gerne persönlich kennenlernen. Ich habe ihn so vielschichtig gestaltet, dass ich sehr neugierig auf ihn wäre.
Ein Treffen mit Autorenkollegen ergäbe ein ziemlich großes Kaffeekränzchen. Ich würde nämlich gerne mit den aktiven Qindie-Kollegen sowie Angela Planert, Joleen Carter und Marlen Reichenberg einen Kaffee trinken gehen. Im realen Leben tue ich das bereits mit Heike Fröhling und Dr. Angela Fetzner. 
Was war der lustigste Fehler in deinen Büchern?
Das war so ein typischer Word-Fehler, da man in einem normalen Textverarbeitungsprogramm ein Buch in der Regel stur hintereinander wegschreibt. Am Ende wusste ich nicht mehr, dass ich meiner Protagonistin Crissy in „Wunschträume“ eine uralte, vom Sperrmüll zusammengestoppelte Küche spendiert hatte – ohne Spülmaschine. Und genau in die stellte sie gegen Ende des Buches ihr schmutziges Geschirr. Mir und meiner Lektorin war das nicht aufgefallen. Erst eine Leserin hat mich darauf aufmerksam gemacht, was ich natürlich sofort korrigiert habe. Mit hochrotem Kopf und peinlich berührt … 
Dein Lieblingsspruch/Motto/Lebensweisheit?
Lebe deine Träume. 
Deine Chance! Was wolltest du den LeserInnen schon immer mal mitteilen?
Ich freue mich immer über Feedback zu meinen Büchern, über Lob genauso wie über kritische Anmerkungen, die mir helfen, noch zielgerichteter für meine LeserInnen zu schreiben. 
Liste hier auf, wo man dich im Netz antrifft (Website, Facebook, Twitter, YouTube, …)
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