Interview mit Leveret Pale

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Leveret Pale

Autoren-Steckbrief
Leveret Pale ist das Pseudonym des Schriftstellers Nikodem Skrobisz (*26.02.1999), unter dem er Geschichten und Romane aus den phantastischen und experimentellen Genres schreibt und veröffentlicht, darunter zuletzt den Roman “Der Apfelsmoothie der Erkenntnis” und die Anthologie “Wenn Soziopathen träumen”. Das Pseudonym Leveret Pale ist dabei eine Anspielung auf das Weiße Kaninchen aus ‚Alice in Wunderland‘. Ähnlich wie das Weiße Kaninchen Alice ins Wunderland lockt, entführt Leveret Pale seine Leser in fremde und neuartige Welten. Privat beschäftigt er sich viel mit Philosophie, Psychologie, Politik und Pharmakologie und schreibt Artikel und Essays zu diesen Themen. Seit Oktober 2017 ist er im Vorstand des BVjA (Bundesverband junger Autorinnen und Autoren e.V.) tätig. Zurzeit bereitet er sich auf sein Psychologiestudium vor.

Bisher erschienene Bücher auflisten

Der Apfelsmoothie der Erkenntnis (19.06.2018)
XN4-DMT in Noir-Anthologie 1 (15.03.2018)
Terror Management in „Der Fall Charles Dexter Ward“ (13.12.2017)
Wenn Soziopathen träumen (24.07.2017) 
Elirium Saga 2: Königsgambit (03.07.2017) 
Crackrauchende Hühner (24.02.2017) 
Das Erwachen des letzten Menschen (25.10.2016)
Wahn – denn den Sinn habe ich erschossen (18.08.216)
Wahnsinn -13 verstörende Geschichten (07.07.2016)
Kratom (30.05.2016)
Hawaiianische Baby Holzrose (24.03.2016)
Elirium Saga 1: Die Rückkehr der Götter (01.03.2016)

Woher nimmst du deine Motivation zum Schreiben? Was treibt dich an?
Schreiben liegt mir im Blut, weshalb ich eigentlich nie damit hadere mich zu motivieren zu schreiben. Bei mir liegt das Problem eher darin mich für andere Dinge als das Schreiben zu motiveren. Mit vier Jahren schrieb ich meine erste Kurzgeschichte. Während meiner Internatszeit im Alter von vierzehn und fünfzehn füllte ich täglich dutzende Seiten in meinen Tage- und Notizbüchern und begann meine ersten Romane zu verfassen. Es macht mir Spaß. Schreiben ermöglicht mir besser als jedes andere Medium und jede andere Methode mich selbst auszudrücken und auch meine eigenen Gedanken zu reflektieren und zu analysieren. Ich liebe es einfach an Texten zu feilen und Menschen mit meinen Werken zu nachdenken anzuregen. Das ist eh das Schönste, wenn ein Leser mir berichtet, dass einer meiner Texte ihn oder sie zum Nachdenken angeregt hat.

Wie entstehen die Ideen zu deinen Büchern?
Meine Ideen entspringen in der Regel kurzen Geistesblitzen oder Visionen, die ich spontan erlebe und die aus einer Szene oder ein paar Dialogfetzen bestehen. Von diesem Startpunkt aus, baue ich dann die Geschichte und schreibe meiner Intuition entlang. Ich gehöre wie z.B.: Stephen King zu den sogenannten Discovery-Writern, die im Gegensatz zu den Plottern die Handlung nicht komplett durchplanen, sondern beim Schreiben wie der Leser erst allmählich alles erfahren und entdecken – allerdings im Nachinein den Text Richtung Perfektion überarbeiten.

Gibt es Gemeinsamkeiten oder Unterschiede in deinen Büchern?
Da ich sehr viele verschiedene Textformen, Stile und Genre bediene, gibt es zahlreiche Unterschiede. Ein Essay von mir über den Kult um Jordan Peterson oder eins über Satire, hat inhaltlich und sprachlich wenig mit einem meiner Darkfantasyromane gemein, und diese wiederrum teilen wenig Merkmale mit meinen Science-Fiction-Novellen. Allerdings sind in alle meine belletristischen Werke philosophische Konzepte und Ideen hineingewoben. So behandelt zum Beispiel mein Roman Crackrauchende Hühner, der auf den ersten Blick ein etwas irrer Coming-Of-Age-Roman ist, in seinem Kern die Probleme des Nihilismus und die Frage nach der Natur der Realität, während meine Darkfantasyromane verschiedene politische Theorien aufgreifen. Des Weiteren wird man unter meinen Büchern kaum eins finden, welches eins der populären 0815-Schemata passt. Ich bin vom Mainstream gelangweilt, genauso wie die meisten meiner Leser, weshalb ich nicht wie der Mainstream schreibe.

In welchem Genre bist du zu Hause?
Ursprünglich schrieb ich vor allem Horror und Fantasy, allerdings experimentiere ich viel mit diversen Genres herum. Mittlerweile lassen sich die meisten meiner neuen Werke der Science-Fiction oder der Gegenwartsliteratur zuordnen (wobei sich die beiden Genre in unserer Zeit zunehmend zu überschneiden beginnen). Allerdings sind einige meiner experimentellen Bücher wie die beiden Nihilist-Punk-Romane „Crackrauchende Hühner“ und „Der Apfelsmoothie der Erkenntnis“ keinem klassischen Genre zuzuordnen. Ich mach mir allgemein einen großen Spaß daraus mit Genrekonventionen zu brechen, und meine Leser zu überraschen.

Wann kannst du am besten schreiben?
Wann immer ich Zeit habe, um allein zu sein und die Welt für ein paar Stunden auszuschließen. Das kann um 6 Uhr morgens nach dem Aufstehen sein, oder um zwei Uhr morgens nach einem intensiven Tag oder auch mal am Nachmittag. Die Tageszeit ist jetzt nicht so ausschlaggebend, wichtig ist die Ruhe.

Warum sollten die LeserInnen ausgerechnet deine Werke lesen?
Meine Bücher sind vor allem für jene Leser geeignet, die mal etwas lesen wollen, das sie im Gegensatz zu der gängigen Literatur auf neues Terrain führt. Meine Bücher sind Bewusstseinserweiterung in literarischer Form, die nicht nur Spaß macht. Das Brechen von Konventionen und Umkehren von Konzepten ist das, wofür meine Bücher bekannt und beliebt sind.

Was sind deine Lieblingsbücher? Was magst du absolut gar nicht?
Ich lese sehr viel und entdecke immer wieder neue geniale Bücher, weshalb ich mich jetzt ungern auf einige reduzieren möchte. Ich lese fast alle Genre, aber vor allem Sach- und Fachbücher, und Romane aus den Genre Horror, ScienceFiction und Gegenwartsliteratur. Meine Lieblingsautoren sind allerdings Hunter S. Thompson, William S. Burroughs, Richard Dawnkins, Carl Jung, Chuck Paulanhiuk, Philip K. Dick, Stephen King und Sam Harris.

Mit welchem deiner Protagonisten oder mit welchem anderen Autor würdest du gerne mal einen Kaffee trinken gehen?
Mit Kollegen darf ich zum Glück bereits auf Messen und gemeinsamen Lesungen und Stammtischen oft genug einen Kaffee trinken. Vor kurzem hatte ich zum Beispiel in Dublin die Ehre Douglas Murray treffen, und durfte bereits Lesungen gemeinsam mit Astrid Korten, Nicole Böhm und Monika Loerchner veranstalten, weshalb meine Wahl auf einen Protagonisten fällt. Ich würde sehr gerne Mal mit meinem Charakter Nathan aus „Der Apfelsmoothie der Erkenntnis“ einen Kaffee trinken gehen, auch wenn ich befürchte, dass das schlimm enden würde, wäre es die interessante Erfahrung wert. Nathan ist nämlich nicht nur sehr anarchistisch eingestellt, er weiß auch, dass er ein Buchcharakter ist und hegt einen gewissen Hass auf mich und die Leser. Eine philosophische Debatte mit ihm wäre herrlich.

Was war der lustigste Fehler in deinen Büchern?
Da zum Glück meine Bücher vor der Veröffentlichung immer korrigiert werden und dabei Fehler entfernt werden, kann ich mich jetzt konkret an keinen wirklich lustigen Fehler erinnern.

Dein Lieblingsspruch / Motto / Lebensweisheit?
Stillstand ist Tod. Das Leben besteht aus konstanter Veränderung, und wer stagniert, nichts Neues lernt, nichts Neues ausprobiert und nicht weiterwächst, der geht daran zugrunde. Nach diesem nietzscheanischen Grundsatz richte ich mein Leben aus.

Deine Chance! Was wolltest du den LeserInnen schon immer mal mitteilen?
Vielen Dank. Ich darf mich glücklich schätzen unter meinen Lesern beziehungsweise Fans die interessantesten und coolsten Leute zu haben. Ohne euch, eure Rezensionen und Teilnahmen an diversen Events wie Lesungen oder Leserunden, würde das Publizieren und Veröffentlichtwerden nicht im Ansatz so viel Spaß machen. Vor allem in den letzten Jahren waren das Feedback und die Kontakte aus der Leserschaft eine riesige Motivation mich zu professionalisieren.

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