Name
Michael Kothe
Autoren-Steckbrief
Jahrgang 1953, Diplomkaufmann und Wirtschaftsjurist. Über 30 Berufsjahre lang jonglierte er mit Worten auf Deutsch und Englisch. Davon profitieren heute seine Romane und Geschichten. Seine Erzählungen und Gedichte wurden über zwei Dutzend mal in Verlagsbüchern abgedruckt. Er selbst veröffentlichte im Selbstverlag drei Anthologien, einen Kurkrimi und einen epischen Fantasyroman. Sein erster Kriminalroman erschient Mitte 2022 beim Telefgonos-Verlag. Seine Ruhestand genießt er bei München und in Galicien, Spaniens grünem Norden.
Bisher erschienene Bücher auflisten
https://www.amazon.de/Michael-Kothe/e/B082GT2J94?ref=dbs_a_def_rwt_bibl_vu00_i0
»Schmunzelmord« Anthologie, 2019 (TB 2020), ISBN 9783750289017,
»Quer Beet aufs Treppchen« Anthologie, 2020, ISBN: 9783752972672,
»Quer Beet aufs Treppchen 2020/21« Anthologie, 2021, ISBN: 9783753177328,
»Siebenreich – Die letzten Scherben« Epische Fantasy, 2020, ISBN: 9798668692545,
»Familienbande – ein Schottlandkrimi«, 2021, ASIN: B09D8NB8ZM
Woher nimmst du deine Motivation zum Schreiben? Was treibt dich an?
Spontan entschied ich mich 2018 zum Schreiben, als mein Bruder mir von seinem ersten Roman erzählte. »Siebenreich« war meine Gute-Nacht-Geschichte, kein Wunder bei mir als Fantasyfan. An Kurzgeschichten reizt mich die mögliche Vielfalt, hier bin ich in vielen Genres zu Hause. Die Motivation war hier zumeist die Teilnahme an Ausschreibungen. Bisher erschienen meine Bücher im Selbstverlag. Die Idee für meinen Krimi, der Mitte 2022 beim Telegonos-Verlag erscheint, entstand im Februar 2019 während eines Strandspaziergangs. Lesen hat mich immer begeistert, das Schreiben beflügelt meine Fantasie, und immer schon war ich ein Freund guten deutschen Sprachstils. Und meine Fantasie reicht für ungezählte weitere Romane und Erzählungen.
Wie entstehen die Ideen zu deinen Büchern?
Ganz unterschiedlich. Aus einem Wort heraus oder aus einem Bild. Oft genug geben mir die Aufgaben von Schreibwettbewerben die Idee ein. Aus meiner Gute-Nacht-Geschichte – zugegebenermaßen inspiriert von Tolkien – entstand bislang ein 500-Seiten-Fantasyroman, bis zu sechs weitere sollen folgen. Mein erster Verlagskrimi entstand spontan, das Motiv kam mir einfach so in den Sinn, der zweite wird auf einer schon für eine Kurzgeschichte verwendete Idee aufbauen, und der dritte wird entstehen in Anlehnung an zwei wahre Betrugsfälle im großen Stil.
Gibt es Gemeinsamkeiten oder Unterschiede in deinen Büchern?
Allen gemeinsam ist mein Schreibstil, der sich nach nunmher fast vier Jahren entwickelt und gefestigt hat. Die Eigenschaften, die auch von Testlesern, Rezensenten und Verlegern bestätigt werden: lebendig, leichtfüßig, in anspruchvollem Deutsch – und regelmäßig mit Twists und einer Überraschung am Ende. Außerdem freue ich mich, wenn ich meine Leserinnen und Leser auf eine fdalsche Fährte hetze. Unterschiede – naja, Thema, Setting, Stimmung und Figuren müssen zum Genre passen.
In welchem Genre bist du zu Hause?
Angefangen hat mein Schreiben mit Fantasy, weil ich das 2018 auch schwerpunktmäßig las. Durch mittlerweile fast 100 Kurzgeschichten habe ich viele Genres ausprobiert, und bis auf Horror und erotische Literatur haben mir alle Vergnügen bereitet. Derzeit machen mir Krimis am meisten Spaß, weil ich mich da austoben kann und mich dennoch an der Realität orientieren muss. Außerdem hat mich mein Debütkrimi mit meinem Verlag zusammengeführt.
Wann kannst du am besten schreiben?
Wenn mich niemand stört. Schreiben könnte ich im vollbesetzten Festzelt unterhalb der Bühne mit der Blasmusik, sofern ich weiß, dass mich niemand anrempelt und solange ich Platz für meinen Laptop und meine Maus habe. Bei einem Zwischenstopp auf dem Flughafen von Madrid entstanden zum Beispiel einmal drei Kurzkrimis. Ort und Tageszeit spielen für mich keine Rolle, ich muss nur sicher sein können, für ein paar Stunden nicht unterbrochen zu werden.
Warum sollten die LeserInnen ausgerechnet deine Werke lesen?
Figuren sollen "dreidimensional" sein. Meine neueren sind es. Dazu kommen immer wieder Überraschungen – nicht nur für die Lerserinnen und Leser, sondern ab und zu auch für mich, denn meinen Figuren gestatte ich in Grenzen ein Eigenleben. So wächst oder wandelt sich auch der Plot zusammen mit dem Manuskript. Und nicht zuletzt lege ich neben korrektem Deutsch auch großen Wert auf Ironie und hintegründigen Humor.
Was sind deine Lieblingsbücher? Was magst du absolut gar nicht?
Die Genres wechseln. Während ich früher Fantasy verschlungen habe – unerreicht immer noch der Herr der Ringe -, kamen immer wieder Thriller dazwischen, am liebsten die ersten von Dan Brown. An »Inferno« stört mich, dass der Roman gut anfängt und verläuft, bis sich der Autor am Ende dem Mainstream beugt und das Problem der Welt-Überbevölkerung, das den Roman begründet, vesanden lässt. Und »Origin« fand ich einfach flach, da die lebensbedrohende Erkenntnis trivial war. Mittlerweile lese ich analytisch, da Rezensionen udn lektorat auch mich voranbringen. Absolute No-Gos für mich sind Pornografie und Werke mit unsinniger und übertriebener Gewalt.
Mit welchem deiner Protagonisten oder mit welchem anderen Autor würdest du gerne mal einen Kaffee trinken gehen?
Einen Kaffee trinken? Gern mit Gotthilf Leberecht, dem Privatdetektiv aus meinem kommenden Krimi »Roman mit todesfolge«. Dann muss er mir von seiner zwielichtigen Vergangenheit erzählen und beschreiben, wie seine kriminellen Energien und Erfahrungen ihm heute bei seinen Ermittlungen helfen. Autor? Tolkiens Geist, da ich ihn für seine Fantasie und seinen Fleiß bewundere. Von den lebenden Autoren Bruno Hof, der mit »Serera – Die zwei Welten« ein fabelhaftes Fantasy-Epos geschaffen hat.
Was war der lustigste Fehler in deinen Büchern?
Einer, den ich zum Glück rechtzeitig vor Veröffentlichung bemerkt hatte: Nachmittags an einem Ort losmarschieren, um am selben Tag pünktlich mittag an einem anderen Ort anzukommen. Oder eigenlich gliech: im Lauf des Tages den Wasserschlauch leergetrunken zu haben und trotzdem am Abend bei der Rast genug Wasser zu haben, um Blumen in Tücher zu wickeln und die nasszumachen. Das kommt davon, wenn man die Szenen auf Vorrat schreibt und erst später einfügt.
Dein Lieblingsspruch / Motto / Lebensweisheit?
Gebe Gott, dass ich nie erwachsen werde!
und:
Wer für seine Erfolgserlebnisse nicht selber sorgt, hat sie nicht verdient.
Deine Chance! Was wolltest du den LeserInnen schon immer mal mitteilen?
Wenn ihr vorhabt, die Bücher zu bewerten – etwa mit Amazon-Sternchen -, lasst nicht nur euren Geschmack entscheiden, sondern achtet auf möchlichst fehelrfeie Bücher in gutem Deutsch. Bezieht auch die schrifstellerische bzw. "handwerkliche" Qualität mit ein. So helft ihr anderen Lesern, gute von weniger guten Büchern zu trennen.
Liste hier auf, wo man dich im Netz antrifft (Webseite, Facebook, Twitter, YouTube, …)*
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Interview mit Michael Kothe
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