“Und dann kam der Regen
” von Dirk Nienzilla

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“Und dann kam der Regen
” von Dirk Nienzilla
Erschienen am: 05/03/2014
Autor: Dirk Nienzilla
“Und dann kam der Regen
” von Dirk Nienzilla 978-0615847474
3 "Und dann kam der Regen" von Dirk Nienzilla ist eine interessante Geschichten mit kleinen Schwächen. Nichtsdestotrotz lesenswert! "Und dann kam der Regen" von Dirk Nienzilla ist eine interessante Geschichten mit kleinen Schwächen. Nichtsdestotrotz lesenswert! https://www.buchfans.com

Bewertung: ★★★☆☆ 3 Sterne

Kurzzusammenfassung:
In "Und dann kam der Regen" beschreibt Dirk Nienzilla den Weg zur Selbstfindung eines Autors.

Story:
Dirk Nienzillas Debütroman „Und dann kam der Regen“ beschreibt auf weniger als 100 Seiten den Weg zur Selbstfindung eines Autors. Schauplatz der Geschichte ist das Frankreich der späten 50er Jahre. Für die Hauptfigur, den melancholischen und von der Frage nach dem Sinn geplagten Autoren Dante Dumas, beginnt die Reise zu sich selbst in seiner Heimatstadt Lyon. Und er hasst seine Heimatstadt, die immer gleichen Gesichter, den erstickenden Geruch – einfach alles. Aus diesem Grund beschließt der Protagonist, sich an anderer Stelle zu versuchen und dort vielleicht Antworten zu finden – oder zumindest die richtigen Fragen. Ohne Geld und fast ohne Gepäck macht er sich auf den Weg nach Paris. Zunächst scheint sein Plan nicht aufzugehen, trifft er in der Metropole doch auf die gleiche Verlorenheit der Bewohner wie in seiner Heimat. Doch schnell findet er Kontakt zum Wirt Pascal, der auf den ersten Blick recht ruppig wirkt, ihm aber auch Gastfreundlichkeit entgegenbringt – und sogar eine Möglichkeit, an Geld zu kommen. „Und dann kam der Regen“ verwandelt sich ab diesem Punkt in eine rasante Reise, die die Hauptfigur nicht nur von Paris nach Pantin, Clichy und in einem Zwischenspiel wieder zurück nach Lyon, sondern langsam aber sicher auch zu sich selbst führt. Wegbegleiter sind dabei nicht nur Geldfälscher und allerlei Huren, sondern auch Inspirationen, die Dumas aus seinen neuen Erfahrungen zieht – und somit findet er auch den Weg aus seiner Schreibblockade.

Kritik:
Die anfängliche Schreibblockade und die zugrunde liegende Depression schildert Dirk Nienzilla in harten Worten und klaren Bildern – an einigen Stellen wirken die drastischen Schilderungen und bildhaften Darstellungen von Dumas‘ negativen Blick auf die Welt vielleicht ein wenig übertrieben provokativ. Wer jedoch über diese Wortwahl und die teilweise wirre und redundante Satzgestaltung hinwegsehen kann, erhält einen interessanten Einblick in die Entwicklung eines Charakters. Im Nachwort des Romans wird klar, dass Dirk Nienzilla die Inspiration zur Geschichte aus seinen eigenen Erfahrungen gezogen hat. So ist „Und dann kam der Regen“ nicht nur der Weg eines Autors, der versucht, etwas zu schreiben, sondern auch der Weg aus der Depression heraus, zu einem anderen und vor allem positiveren Weltbild. Nienzillas Dante Dumas macht sich zahlreiche Gedanken über die Städte, die er im Verlauf der Geschichte bereist, und die Personen, auf die er trifft. Auf längere und dauerhafte Kontakte legt er keinen Wert – was für den Leser schade ist, denn einige Figuren hätten durchaus Potenzial für mehr als einen kurzen Auftritt gehabt. Etwas dünn ausgefallen ist der gesamte Handlungsfaden, der sich mit den Geldfälschern befasst. Was als spannende Krimi-Geschichte mit mehr als einem Mord beginnt, verläuft sich auf Dumas‘ Weg im Sande. Das ist ebenfalls schade, denn auch hier wäre Potenzial für deutlich mehr vorhanden gewesen. Alles in allem merkt man „Und dann kam der Regen“ aufgrund kleiner Schwächen in Handlungsaufbau und Ausdruck den Status als Debütroman an. Das ändert aber nichts daran, dass Dirk Nienzilla eine interessante und nicht im Geringsten langweilende Geschichte erzählt. Und wer Gefallen an „Und dann kam der Regen“ gefunden hat, der kann sich freuen: Dirk Nienzilla hat mit „Franzose auf Umwegen“ bereits nachgelegt und die Geschichte von Dante Dumas weitererzählt.

Fazit:
"Und dann kam der Regen" von Dirk Nienzilla ist eine interessante Geschichten mit kleinen Schwächen. Nichtsdestotrotz lesenswert!

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