“Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki” von Haruki Murakami

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“Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki” von Haruki Murakami
Erschienen am: 10/01/2014
Autor: Haruki Murakami
“Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki” von Haruki Murakami 978-3832197483
4 Ein Buch, das durchaus auch als "Kunst" bezeichnet werden kann. Ein Buch, das durchaus auch als "Kunst" bezeichnet werden kann. https://www.buchfans.com

Bewertung: ★★★★☆ 4 Sterne

Kurzzusammenfassung:
Der erwachsene Tsukuru Tazaki macht sich auf die Reise, um sich seiner Vergangenheit zu stellen.

Story:
 

Vor vielen Jahren kam es plötzlich zu einem Bruch mit seinen Freunden. Den Grund kann sich Tsukuru nicht erklären, waren sie doch davor ein Herz und eine Seele. Dennoch war Tsukuru immer ein wenig der Außenseiter der Gruppe, nicht zuletzt durch seinen Namen. Wohingegen alle seine früheren Freunde in ihrem Namen eine Farbe trugen, blieb Tsukuru farblos.

Der plötzliche Verlust der Freundschaft macht ihm auch noch Jahre später zu schaffen. Als er es schließlich seiner Liebschaft erzählt, drängt diese ihm, den wahren Grund zu suchen. Also macht sich Tsukuru auf, um seinen Dämonen auf den Grund zu gehen.

Kritik:
 

Murakami hat eine unverwechselbare Eigenart, mit der Sprache zu zeichnen. Es ist kaum zu erklären, aber was er schreibt, ist Kunst. Man kann immer davon ausgehen, dass seine Sätze auch auf einer tieferen Ebene eine Bedeutung haben. Grade deshalb allerdings kommt dieser Autor nicht bei jedem Leser so gut an.

Die Geschichte von Tsukuru hat mir gut gefallen, grade dadurch, dass Murakami die Vergangenheit des jungen Japaner aufleben lässt, ohne rührselig zu werden. Nach und nach kommt die Wahrheit ans Licht und Tsukuru beginnt zu verstehen, was vor vielen Jahren geschehen ist. Das Spiel mit den Farben ist dabei zwar vielleicht nicht notwendig, unterstreicht aber sehr gut die unterschiedlichen Charaktere seiner Freunde.

Dennoch muss ich gestehen, dass ich das Buch zeitweilig als ein wenig langatmig empfand. Der Protagonist verbringt sehr viel Zeit damit, über sich und seine Gefühle nachzudenken, was auf der einen Seite ganz schön, aber auf der anderen Seite ein wenig zu viel ist.

Alles in allem gebe ich Murakami 3,7 von 5 Sternen. Es ist auf jeden Fall zu empfehlen, besonders für LeserInnen der etwas anspruchsvolleren Literatur und LiebhaberInnen ausgefeilter Sätze.

Fazit:
Ein Buch, das durchaus auch als "Kunst" bezeichnet werden kann.

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