“Schweinskopf al dente” von Rita Falk

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“Schweinskopf al dente” von Rita Falk
Erschienen am: 01/11/2011
Autor: Rita Falk
“Schweinskopf al dente” von Rita Falk 978-3423214254
3 Auch der dritte Eberhofer-Teil "Schweinskopf als dente" ist für Rita Falk Fans ein "Must read", schon damit die Rezeptsammlung vollständig bleibt. Inhaltlich akzeptabel, doch nicht herausragend. Auch der dritte Eberhofer-Teil "Schweinskopf als dente" ist für Rita Falk Fans ein "Must read", schon damit die Rezeptsammlung vollständig bleibt. I https://www.buchfans.com

Bewertung: ★★★☆☆ 3 Sterne

Kurzzusammenfassung:
Mit "Schweinskopf al dente" präsentiert Rita Falk den dritten spannenden Krimi um Franz Eberhofer. 

Story:

Franz Eberhofer ermittelt. Nach Aussage des Richters Moratschek gegen den Paten. Aber den gibt es halt doch irgendwie nur im Film. Und in Moratscheks Bett lag ja auch nur ein Schweinskopf und kein Pferdehaupt.

Letztendlich entpuppt sich der Pate als Psychopath, den der Richter einst verurteilt hatte, weil er seine Geliebte ermordet hatte. Ein Rachefeldzug des Pseudopaten mit Unterhaltungswert. Und Franz Eberhofer immer mittendrin. Diesmal wird es sogar international. Die Jagd nach Dr. Küstner führt ihn bis nach Italien. Wo die Italiener auch direkt mal so richtig ihr Fett wegkriegen und mit Vorurteilen nicht gegeizt wird.

Die Leberkäsemmeln vom Simmerl spielen wieder einmal eine ebenso große Rolle wie die Kochkünste der Oma. Am Rande gibt es Freud und Leid mit Susi. Also alles wie gehabt in Niederkaltenkirchen, dem Hauptwirkungsort vom Eberhofer, seit er sozusagen strafversetzt wurde. Naja, es gibt wirklich schlimmere Strafen als die gute Küche der ziemlich gehörlosen Oma, die Freunde am Ort und den umgebauten Schweinestall, den Franz mit seinem Hund Ludwig bewohnt. Den Musikgeschmack des kiffenden Vaters zum Beispiel. Oder Leopold, die „Schleimsau“ - der ungeliebte Bruder. Weniger Strafe ist da schon wieder Leopolds Tochter Sushi, der es trotz der nahen Verwandtschaft zu Leopold gelingt, Eberhofers Sympathie zu gewinnen, auch wenn er selbst es gar nicht bemerkt.

Kritik:

Eberhofer ist eben ein bayrisches Urgestein und es gibt keine zwei Seiten am Stück, wo es nicht irgendwie auch ums Essen geht oder wenigstens um das „An-Das-Essen-Denken“. Im Grunde genommen denkt der Dorfpolizist, der auf Lebenszeit mit dem Bürgermeister am Zoffen ist, den ganzen Tag ans Essen. Selbst Gesichtsfarben vergleicht er mit den Speisen die seine liebe, wenn auch etwas eigentümliche Oma ihm auf den Tisch zaubert. Als ausgeprägter Individualist ermittelt Eberhofer unkonventionell und doch immer erfolgreich. Eigentlich traut ihm das gar keiner zu.

Mit hat auch das Buch wieder Spaß gemacht. Es ist leicht geschrieben und lässt sich schnell lesen. Die derben Späße und Eberhofers zünftige Gedankenwelt sorgen meist für gute Unterhaltung und Lesespaß.

Etwas kritisch sehe ich die überzogenen Scherze auf Kosten der ausländischen Mitbürger, konkret der Türken. Alle Vorurteile reihen sich hier aneinander. Da hätte aus meiner Sicht auch ein typisch deutscher Spießbürger herhalten können, ehe die Autorin sich das Image von Ausländerfeindlichkeit zuzieht. Nicht mal im Spaß sind die Gedanken Eberhofers harmlos. Die Liebenswürdigkeit des Protagonisten leidet unter diesen Scherzen - leider. Von dieser Kritik mal abgesehen gab es wieder sehr witzige und skurrile Entwicklungen in diesem Provinzkrimi. Wieder einmal wird deutlich - ein Frauenversteher ist der Franz nicht und seine Susi eigentlich viel zu gut für ihn. Aber wo die Liebe hinfällt, wenn es denn Liebe ist. Ganz so gut wie ersten beiden Eberhoferkrimis gefällt es mir allerdings nicht.

Fazit:
Auch der dritte Eberhofer-Teil "Schweinskopf als dente" ist für Rita Falk Fans ein "Must read", schon damit die Rezeptsammlung vollständig bleibt. Inhaltlich akzeptabel, doch nicht herausragend.

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