“Sehnsüchtig – Verfallen” von D.C. Odesza

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“Sehnsüchtig – Verfallen” von D.C. Odesza
Erschienen am: 21/07/2014
Autor: D.C. Odesza
“Sehnsüchtig – Verfallen” von D.C. Odesza 978-1500588496
3 Alles in allem ist D.C. Odeszas „Sehnsüchtig – Verfallen“ kein Buch, das durch überraschende Neuerungen heraussticht, jedoch durchaus seine Daseinsberechtigung in der Ecke der seichten Erotikliteratur hat. Alles in allem ist D.C. Odeszas „Sehnsüchtig – Verfallen“ kein Buch, das durch überraschende Neuerungen heraussticht, jedoch durchaus seine Da https://www.buchfans.com

Bewertung: ★★★☆☆ 3 Sterne

Kurzzusammenfassung:
Sehnsüchtig – Verfallen ist ein typischer Erotikroman mit Anlehnung an BDSM-Elemente. Mr. Grey lässt grüßen. Die erotischen Szenen sind ohne viele Tabus beschrieben, so dass die Altersvorgabe von 18 Jahren nicht verwunderlich und durchaus sinnvoll ist.

Story:

Maron Noir ist Studentin in Marseille. Um sich ihr Studium zu finanzieren und noch dazu ihre kranke Schwester zu unterstützen, arbeitet sie in einer Escort-Agentur. Zum Glück ist sie eine wahre Augenweide – gut gebaut, mit großen, blauen Augen und blondem Haar – so dass der Job geradezu prädestiniert für ihre Zwecke ist. Kein Wunder also, dass ihr Terminkalender aus allen Nähten platzt.
Bei einem ihrer Aufträge trifft sie auf den geheimnisvollen und gutaussehenden Gideon Chevalier, dem es ohne Mühe, und unter Einsatz von viel Alkohol gegen ihren Willen, gelingt, sie sich und seinen beiden nicht minder attraktiveren Brüdern gefügig zu machen.
Obwohl Maron eigentlich eher eine starke Persönlichkeit zu sein glaubt, erliegt sie dem Charme der drei Brüder und findet sich zunächst widerwillig, dann jedoch zunehmend angenehm überrascht in einer Lage wieder, in der ihr die Kontrolle abgenommen ist. Trotzdem – oder gerade deswegen – fällt ihr die Entscheidung nicht leicht, als Gideon, Lawrence und Dorian sie zu einem Kurzurlaub in Dubai einladen. Was mag dort wohl auf sie warten?

Kritik:

D.C. Odesza ist eine junge deutsche Autorin mit französischen Wurzeln.
Daran angepasst beginnt die Handlung ihres Bestsellers „Sehnsüchtig - Verfallen“ in Marseille, wobei die Schauplätze – wie später auch Dubai - eine eher untergeordnete Rolle spielen. In Erotikromanen könnte die Handlung auch in Hintertupfingen an der Knatter stattfinden, denn niemand kauft ein solches Buch, um sich an der Beschreibung von Örtlichkeiten zu erfreuen.

Die gewollte Anlehnung der Autorin an BDSM ergeht sich in der typischen Form von: „Vermeintlich starke Frau trifft auf smarte/n Kerl/e, der ihr mehr oder minder gewaltsam vor Augen führt, dass sie im Grunde nur ein willenloses Weibchen sein will“. Mit BDSM hat das nicht viel zu tun. Die Frage ist, ob es die Autorin nicht besser weiß – oder ob sie ihr Wissen absichtlich in eine Richtung biegt, die ganz offensichtlich viele Leser suchen.

Der Schreibstil von D.C. Odesza ist recht flüssig zu lesen, wobei die zahlreichen sexuellen Handlungen eher deftig und auf den Punkt geschrieben daherkommen. Dadurch bleibt knisternde Erotik leider etwas auf der Strecke. Das wird aber durch die umfangreiche, detaillierte Beschreibung der Charaktere wieder weitgehend wettgemacht.

Die Rahmenhandlung verliert sich in diesem Roman recht schnell, was schade ist. Natürlich muss sich ein potentieller Käufer darüber klar sein, dass es sich hier nicht um einen Liebes- sondern einen Erotikroman handelt. Dennoch hätte es nicht geschadet, etwas tiefer auf Marons Leben außerhalb der Haupthandlung einzugehen.

Fazit:
Alles in allem ist D.C. Odeszas „Sehnsüchtig – Verfallen“ kein Buch, das durch überraschende Neuerungen heraussticht, jedoch durchaus seine Daseinsberechtigung in der Ecke der seichten Erotikliteratur hat.

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