“Der Schrecksenmeister” von Walter Moers

1927
“Der Schrecksenmeister” von Walter Moers
Erschienen am: 01/09/2007
Autor: Walter Moers
“Der Schrecksenmeister” von Walter Moers 978-3492253772
5 Wer Walter Moers und Zamonien mag, sollte auch diese Buch auf keinen Fall versäumen. Was "Die Stadt der Träumenden Bucher" für Buchliebhaber ist, ist "Der Schrecksenmeister" für Feinschmecker - ein Hochgenuß. Wer Walter Moers und Zamonien mag, sollte auch diese Buch auf keinen Fall versäumen. Was "Die Stadt der Träumenden Bucher" für Buchliebhaber ist, i https://www.buchfans.com

Bewertung: ★★★★★ 5 Sterne

Kurzzusammenfassung:
Echo, das Krätzchen, ist in der kranken Stadt Sledwaya dem Untergang geweiht. Da nimmt ihn der Schrecksenmeister in sein Heim und den kulinarischen Himmel auf Erden auf. Doch Echo bezahlt einen hohen Preis: In einem Vertrag sagt er zu, dass man ihm dereinst das Fett auskochen darf.

Story:
Eine Katze, pardon, eine Kratze ist ein gebohrener Feinschmecker. Dies nützt einem nur nichts, wenn man wie Echo kurz vor dem verhungern steht. In Sledwaya ist jeder krank, beherrscht wird die Stadt von dem manischen Schrecksenmeister Succubius Eißpin, der jeden unter seiner Herrschaft aus Angst und Schrecken hält. Genau dieser Finsterling findet Echo und bietet ihm einen Handel an: Ein Jahr wird er ihn mit den ausgefeiltesten kulinarischen Genüssen verwöhnen, dann ist er dran und Eißpin wird ihm das Fett auskochen. Wofür? Für seine Sammlung von Fetten und Essenzen rarer Lebewesen. Echo sagt zu und betritt eine Welt, in der Genuß und Grauen dicht beieinander liegen. Zwar lehrt in der Schrecksenmeister alles über Alchemie und Kochkunst, aber Echo kann nicht fliehen und sieht sein Ende immer schneller näher rücken. Er brauch einen Verbündeten...

Kritik:
Wieder feuert Walter Moers hier ein Feuerwerk der Ideen ab. Seine Figuren sind liebevoll bis ins Detail gestaltet und nicht so einfach in Schwarz oder Weiß einzuteilen. So kämpft Echo gegen seine eigene Trägheit und Eißpin ringt mit seiner Trauer und der Vergangenheit. Echos Schlaraffenland liegt dabei dem Himmel so nah (es ist auf dem Dach des Hauses aufgebaut), die Hölle befindet sich im tiefsten Keller (in der Fettsammlung des Schrecksenmeisters). Die Wortbilder sind wunderbar, die Sprache ein einziger Genuß und man will immer wissen, wie es weitergeht. Wie in einem Thriller baut sich die Spannung Seite um Seite auf und am Ende fragt man sich: Wie kann Echo selbst dem Kochtopf entgehen?

Fazit:
Wer Walter Moers und Zamonien mag, sollte auch diese Buch auf keinen Fall versäumen. Was "Die Stadt der Träumenden Bucher" für Buchliebhaber ist, ist "Der Schrecksenmeister" für Feinschmecker - ein Hochgenuß.

· · ·


KOMMENTARE

Hinterlass einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.