“Das Lächeln der Fortuna” von Rebecca Gablé

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“Das Lächeln der Fortuna” von Rebecca Gablé
Erschienen am: 15/11/1997
Autor: Rebecca Gablè
“Das Lächeln der Fortuna” von Rebecca Gablé 978-3404139170
5 Freunde der historischen Romane werden bei "Das Lächeln der Fortuna" von Rebecca Gablé voll auf ihre Kosten kommen. Das Buch ist unbedingt zu empfehlen, auch für Leser, die sonst vor zu mächtigen Lesewerken zurückschrecken. Freunde der historischen Romane werden bei "Das Lächeln der Fortuna" von Rebecca Gablé voll auf ihre Kosten kommen. Das Buch ist unbedingt zu empfeh https://www.buchfans.com

Bewertung: ★★★★★ 5 Sterne

Kurzzusammenfassung:
"Das Lächeln der Fortuna" von Rebecca Gablé ist ein historischer Roman, der viele Stunden Lesevergnügen bereiten wird.

Story:
Im Jahre 1360 steht steht Robin, einst der Sohn des Earl of Waringham, nach dem Tod seines Vaters völlig mittellos da und ist als Besitzloser der Willkür der oberen Herren ausgesetzt. Und als wenn der Verlust des Vaters nicht schwer genug wäre, hat sich Mortimer, der jetzt die Stelle innehat, die Robin früher ausfüllte, zur Aufgabe gemacht, dem Sohn des früheren Earls das Leben zur Hölle zur machen. Unaufhörlich schikaniert er Robin, nährt den Hass, der sich ins Unendliche steigert. Robin findet trotzdem seinen Weg, lernt das Leben und die Frauen kennen und gelangt an der Seite des Duke of Lancaster zurück in die Welt des Adels und der Ritterschaft.

Kritik:
Robin wirkt für die damalige Zeit modern und ist ein sehr sympathischer Protagonist. Beim Lesen leidet und lebt man mit ihm und die 1200 Seiten sind viel zu schnell gelesen. Der Autorin gelingt es, das Mittelalter von einer anderen Seite zu zeigen. Eine Mischung aus feudalem Pomp und bitterster Armut. Das mittelalterliche Leben mit all seinen Facetten. Überfluss, Kargheit, Neid, Liebe, Enttäuschung, Stolz und Edelmut. Das verkörpern die Protagonisten und Nebendarsteller. Hinzu kommt die personifizierte Bosheit in Gestalt des Mortimer, der Robin das Leben verdammt schwer macht und ihm im Laufe der Jahre anhaftet wie ein Schatten. Die Geschichte ist erfunden. Das verrät die Autorin. Trotzdem wirken die Personen, die Erlebnisse und Gefühle die beschrieben werden, ebenso authentisch wie die Orte der Handlungen. Mich hat diese Geschichte sehr gefesselt. Der Spannungsbogen ist auf den Umfang des Buches super abgestimmt. Zu keiner Zeit gab es den Gedanken, Seiten zu überblättern oder gar das Buch wegzulegen. Im Gegenteil - mit jedem Kapitel habe ich mir gesagt: dieses noch und dann muss ich zu Bett gehen. Und dann wurden es noch fast 200 Seiten, weil ich einfach immer wissen wollte, wie es weiter geht. Es empfiehlt sich, das Buch zu lesen, wenn man sich richtig Zeit dafür nehmen kann. Weglegen fällt verdammt schwer. Das Aufstehen am anderen Morgen dafür aber auch. Natürlich fehlen auch kleinere und größere Beziehungsdramen nicht. Robin entdeckt die Weiblichkeit und wäre selbst in heutiger Zeit der Traum aller Frauen. Sein Menschenbild und seine Einstellung zu den Frauen sind geradezu fortschrittlich, gemessen an der damaligen Zeit und im Vergleich zu seinen Artgenossen und deren Umgang mit den Frauen im 14. Jahrhundert. Das macht ihn als Hauptfigur noch liebenswerter und bereichert das Buch ungemein, weil es neben den Kämpfen und Intrigen immer auch reizvolle Begegnungen zwischen dem sensiblen Robin und dem schönen Geschlecht gibt.  

Fazit:
Freunde der historischen Romane werden bei "Das Lächeln der Fortuna" von Rebecca Gablé voll auf ihre Kosten kommen. Das Buch ist unbedingt zu empfehlen, auch für Leser, die sonst vor zu mächtigen Lesewerken zurückschrecken.

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