Autoreninterview mit Carolin A. Steinert

61

Untitled
Name
Carolin A. Steinert

Autoren-Steckbrief
Carolin A. Steinert ist gebürtige Berlinerin und lebt auch heute noch in der Metropole. Die 28-Jährige studierte Germanistik und Linguistik in Potsdam, am Neuen Palais – dort wo auch ein wichtiger Teil des neuen Fantasyromans spielt.

Nach ihrem Studium arbeitete Carolin zunächst in einem Berliner Sachbuch-Verlag, wo sie Erfahrungen im Bereich Programm, Lektorat und Presse sammelte.

Aktuell ist sie als Redakteurin in einem Forschungsverbund tätig.

Die Liebe für Fantastisches und Kreatives packte Carolin schon früh. Zunächst fest entschlossen Schauspielerin zu werden, entdeckte sie bald das Schreiben für sich. Bereits zu Schulzeiten nahm sie an Schreibwettbewerben teil.

2013 veröffentlichte sie dann ihren ersten Fantasyroman „Gefährten – im Wettlauf gegen die Finsternis“ im Self-Publishing. Bald darauf folgte eine Kurzgeschichtenanthologie sowie ein Beitrag in „Klischees der Phantastik“ herausgegeben vom scius Verlag.

Bisher erschienene Bücher auflisten
Guck mal, Feuerwerk” “Draußen?”: Verrücktes aus dem Alltag (2016)

Ardantica (2019)

Woher nimmst du deine Motivation zum Schreiben? Was treibt dich an?
Bücher und Worte können so viel bewirken. Sie können uns in eine andere Welt bringen, uns Möglichkeiten aufzeigen, Mut machen, zum Nachdenken anregen. Sie verzaubern einfach. Ich wünsche mir, dass meine Bücher auch genau das beim Leser erreichen.
Gleichzeitig ist es natürlich auch so, dass ich so viele Ideen habe, die ich selber einfach unbedingt zu Papier bringen muss. Ich liebe es zu schreiben und der Traum vom eigenen Buch begleitet mich schon sehr lange. Das ist natürlich auch etwas, das mich antreibt. Ich versuche sehr zielstrebig mir meinen Traum zu erfüllen, tauche dabei selber ein in fantastische Welten und mache damit hoffentlich auch anderen viel Freude.

Wie entstehen die Ideen zu deinen Büchern?
Das ist schwierig zu beantworten. Der Anfang und die Idee sind plötzlich da. Das kann durch vieles ausgelöst werden: Tagträumerei, ein Blick auf den See … Die genauen Ideen entstehen dann, wenn ich anfange mich mit den Hauptprotagonisten auseinander zusetzen. Wer sind sie, welche Rolle nehmen sie ein? Und dann bilden sich immer neue Figuren, die Handlung wird dichter. Einige Einfälle sind mir aber auch direkt beim Schreiben gekommen. Tatsächlich habe ich das Gefühl, die Ideen fließen mit jedem Strich, den ich zeichne, schneller, weil die Bilder in meinem Kopf dann auch viel klarer werden und ich selber in diese Welt eintauche.

Gibt es Gemeinsamkeiten oder Unterschiede in deinen Büchern?
Dazu kann ich aktuell noch nicht viel sagen. Momentan arbeite ich ja ausschließlich an der Reihe Ardantica.
Vor einigen Jahren habe ich aber schon mal einen Roman geschrieben und die Unterschiede zu diesem sind sehr stark und deutlich erkennbar. Das liegt daran, dass bei “Ardantica” alles viel besser durchdacht ist, ich genau weiß, welche Stärken, Schwächen und Ziele meine Charaktere haben. Bei dem damaligen Roman habe ich einfach darauf los geschrieben. Das merkt man meiner Meinung nach sehr …

In welchem Genre bist du zu Hause?
Ich liebe Fantasy – natürlich nicht alle Sorten. Ich würde sagen, am ehesten fühle ich mich in den Bereichen Urban Fantasy und High Fantasy wohl. Gerne auch Richtung Jugendbuch. Ich bin tatsächlich kein großer Fan von viel Blut und Horror. Dafür ist Magie umso wichtiger.

Wann kannst du am besten schreiben?
Sobald ich eine Idee habe: immer. Ich schreibe zunächst ja gar nicht am PC, sondern habe stets mein Notizbuch dabei. Da kann ich dann im Café schreiben, in der Bahn – natürlich auch zu Hause. Eine feste Zeit – wie morgens o. ä. – gibt es aber nicht. Ich brauche dazu einfach nur Lust und ein paar Minuten (bis Stunden) für mich.

Warum sollten die LeserInnen ausgerechnet deine Werke lesen?
Meine Charaktere sind sehr realistisch angelegt, sodass man sich gut in sie hineinversetzen kann. Es gibt nicht den starken, unbesiegbaren Helden. Die Figuren haben Stärken und Schwächen und es liegt am Leser Täuschungen zu durchschauen. Gleichzeitig möchte ich auch überraschen. Ich habe in meinem Buch viele kleine Details und Hinweise eingebaut – die teilweise auch erst in Teil 2 relevant werden – und die viel über die Figuren, ihre Hintergründe und Emotionen verraten können. Ich freue mich immer, wenn ich dann von einem Leser höre. “Damit hab ich nicht gerechnet!” oder “Das ist so spannend”
Ich habe versucht eine fantastische Welt aufzubauen, in der Dialoge und Darstellungen aber so realistisch wirken, dass man von Anfang an problemlos in die fremde Welt eintauchen kann. Ich hoffe, das ist mir gelungen.

Was sind deine Lieblingsbücher? Was magst du absolut gar nicht?
Ich liebe die Bücher von Trudi Canavan. Ich mag ihren Stil einfach unglaublich gern. Ebenso bin ich ein großer Fan von den “Wahrheiten” von Dawn Cook und von der Edelsteintrilogie von Kerstin Gier.
Zweifelsohne darf Harry Potter auch nicht vergessen werden, die Bücher haben mich schließlich sehr stark geprägt.
Natürlich lese ich aber auch abseits von Fantasy eine Menge. Vom Känguru von Marc-Uwe Kling kann ich schwerlich genug bekommen.

Mit welchem deiner Protagonisten oder mit welchem anderen Autor würdest du gerne mal einen Kaffee trinken gehen?
Mit Theodor van Raiken, das würde nämlich bestimmt sehr interessant, vielleicht sogar amüsant werden. Theodor ist eine sehr arrogante, aber auch sehr vielschichtige Person, die es möglicherweise lohnt einmal genauer kennenzulernen. Mehr möchte ich hierzu aber nicht verraten.

Mit welchem Autor ich gerne Kaffee trinken würde, nun, dass wäre dann wohl doch J. K. Rowling. Ich bewundere sie für ihr Werk – bin mir allerdings nicht sicher, ob ich in ihrer Gegenwart in der Lage wäre, ein Gespräch zu führen.

Was war der lustigste Fehler in deinen Büchern?
Der lustigste Fehler stammt tatsächlich aus dem ersten Roman. Ich war gedanklich schon viel weiter, als mit dem Schreiben. Am Ende legte ich ein Manuskript zur Korrektur vor, in dem der Satz stand: Im vollen Galopp runzelte Alex die Stirn.

Dein Lieblingsspruch / Motto / Lebensweisheit?
Einen richtigen Lieblingsspruch habe ich gar nicht. Tatsächlich habe ich aber in den letzten Jahren immer mehr den altbekannten Poesiespruch:
Habe die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die du nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die du ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden

zu schätzen gelernt.

Deine Chance! Was wolltest du den LeserInnen schon immer mal mitteilen?
Eigentlich nur, dass ich mir wünsche, dass mein Buch sie verzaubert, sie den Alltagsstress mal hinter sich lassen und Kraft aus der Fantasie schöpfen können – und, dass sie das Besondere im Altbekannten entdecken.

Liste hier auf, wo man dich im Netz antrifft (Webseite, Facebook, Twitter, YouTube, …)*
Instagram 
Facebook



KOMMENTARE

    Comments are closed.