Interview mit Ralph G. Kretschmann

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PesthauchSteckbrief des Autors 

Ralph G. Kretschmann, Illustrator, Maler, Autor, Regisseur, geb. 1956, Wahlhamburger, verheiratet, 1 Sohn. Lieber Leder und Samt, lieber schräg als grade, und immer für eine Überraschung gut.

Bisher erschienene Bücher

SCHATTENCHRONIK (Comic, im BLITZ-Verlag),
Pesthauch, erster Band der BLUTDRACHEN-Trilogie (Stuber, Fantasy-Verlag),
VEREINZELTE NIEDERSCHLÄGE (Stuber Publishing Group)

Woher nehmen Sie Ihre Motivation zum Schreiben? Was treibt Sie an?

Ganz einfach meine Phantasie. Ich hatte schon als kleines Kind tausend Geschichten im Kopf und die müssen raus, egal in welcher Form. Einige Stories lassen sich als Comic besser erzählen, andere sind eher für Romane geeignet und noch andere eher als Kurzgeschichten. Wenn ich sie nicht rauslasse, sind sie entweder irgendwann verschwunden oder sie mutieren. Und das widerstrebt mir. Geschichten müssen erzählt werden.

Wie entstehen die Ideen zu Ihren Büchern?

Das ist sehr unterschiedlich. Bei der BLUTDRACHEN-Trilogie waren es die zahlreichen Drachen- und Vampirromane, die es gibt. Da hat sich über die Jahre des Lesens eine eigene Interpretation herauskristallisiert, und die habe ich aufgeschrieben. Manchmal braucht es einen Anlass, wie z. B. ein Buch, das ich lese, ein Film, den ich sehe. Manchmal fällt mir eine Geschichte ein, nur weil ich aus dem Fenster sehe und draußen jemand vorbeigeht. In jedem Fall habe ich eine Geschichte dazu im Kopf, und wenn die Idee gut genug ist, schreibe ich sie auf. Wenn nicht … übergebe ich sie dem Vergessen … oder lagere sie in meinem Gedächtnis ab. Vielleicht muss sie nur reifen und kommt später wieder hoch. Wer weiss?

Gibt es Gemeinsamkeiten oder Unterschiede zwischen Ihren bereits erschienen und folgenden Büchern?

Gemeinsam haben meine Geschichten mit Sicherheit mein Bestreben, eine andere Sicht auf die Dinge aufzuzeigen, als die schon vorhandenen. Und unterschiedlich sind sie allemal, schon weil ich mich nicht auf ein Genre kapriziere. Der erste Roman ist ein Fantasy-Epos, der zweite ein geschriebener Love-Story-Road-Movie und der dritte wird ein SM-Krimi sein. Im Moment schreibe ich parallel an der Fortsetzung der BLUTDRACHEN-Trilogie mit dem Titel LEICHENTUCH, an einem Erwachsenen-Comic (Hamburg Abandon) und einem Mystery-Krimi.

In welchem Genre sind Sie zu Hause?

Da habe ich keine Prioritäten. Fantasy, Krimi, Science-Fiction … für mich gibt es da keinen wirklichen Unterschied. Wichtig ist, eine Geschichte gut zu erzählen, egal in welchem Genre.

Wann können Sie am besten schreiben?

Ich bin eine Nachteule. Am Tag fressen mich meist die nötigen Tätigkeiten auf, von Familie über Einkaufen bis zu Steuererklärung machen … wenn es draußen dunkel wird, setze ich mich an mein Zeichenbrett oder an den Rechner. Wichtig sind a) ein Aschenbecher in Reichweite b) frischer Kaffee und c) Hintergrundgeräusche, manchmal eine Dokumentation im TV, manchmal Musik (Metallica, Led Zeppelin, Nickelback, Black Sabbath, In Extremo, Enya, Pearl Jam …) und meine Frau neben mir auf dem Sofa.

Warum sollten die Leser ausgerechnet Ihr Buch lesen?

Weil es anders ist. Weil es spannend ist. Weil ich für lesende Menschen schreibe, für den Homo bibliophilis sozusagen.

Was sind Ihre Lieblingsbücher? Was mögen Sie absolut gar nicht?

Ich mag keine Mafiageschichten und keine Spielergeschichten, Liebesromane und langweiliges Zeug .. Bääh! Ich mag Philip K. Dick (Die letzte Generation) und Isaac Asimov, Daniel Dafoe, aber auch Dan Brown (Sakrileg, Illuminati) und Robert Shea und Robert Anton Wilson.

Mit welchem Ihrer Protagonisten würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken gehen?

Gute Frage … mit Freiherr von Steinborn? Vielleicht … sicher aber mit Gott (ja, sie tritt in den VEREINZELTEN NIEDERSCHLÄGEN auf) und Luzifer.

Was war Ihr lustigster Fehler in Ihren Büchern?

Dazu fällt mir nichts ein … Nicht, dass ich keine Fehler mache, aber wenn’s lustig war, hab ich es entweder mit eingebaut oder die Delete-Taste benutzt.

Ihr Lieblingsspruch/Motto/Lebensweisheit

Da wäre zum Einen: Non Servam
und zum Zweiten: Wer andern eine Gräbe grubt wird meistens selber angepupt.

Ihre Chance! Was wollten Sie dem Leser schon immer mal mitteilen?

Hmmm … das würde jetzt einen neuen Roman ergeben … oder ihr lest die Vereinzelten Niederschläge. Da steht viel von dem drin, was ich meinen Lesern mitteilen will. Ansonsten könnte ich sagen: Leute, immer schön neugierig bleiben!

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