Interview mit Petra Janiszewski

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DasKleineBabyBuch

Steckbrief des Autors 

Petra Janiszewski ist am 10. September 1970 als viertes und jüngstes Kind einer Arbeiterfamilie geboren. Die Liebe zu Büchern wurde ihr durch ihre lesebegeisterten Eltern in die Wiege gelegt. Mit fünf Jahren konnte sie lesen und schreiben. Nach der Mittleren Reife ging sie vom Gymnasium ab, weil ihr alles zu theoretisch war. Sie machte ihr Staatsexamen in der Krankenpflege und arbeitete achtzehn Jahre als Krankenschwester. Nebenher führte sie mal eine Bikerkneipe und mal einen Kiosk. 1998 heiratete sie zum ersten Mal. Aus dieser Ehe stammen ihre drei älteren Kinder Yvonne, Bodo Bernhard und Constanze. 2010 heiratete sie zum zweiten Mal. Diesmal den Vater ihres vierten Kindes Maximilian. Ernsthaft zu schreiben begann sie 2008. Es waren kleine Artikel für das Onlinemagazin suite 101. Es folgten Online-Artikel im Magazin pagewizz. 2012 schrieb sie ihren ersten Kurzroman, der sich derzeit im Druck befindet. 2013 schrieb sie den Ratgeber „Das kleine Babybuch“ unter der Obhut von Reto Stuber.

Bisher erschienene Bücher

Das kleine BabybuchRatgeberliteratur Verlag

Woher nehmen Sie Ihre Motivation zum Schreiben? Was treibt Sie an?

Es sind die Ideen, die mich antreiben. Sie setzen sich im Kopf fest und werden immer lauter und lauter, bis ich sie schließlich niederschreiben muss. Manche Ideen trage ich jahrelang mit mir rum, bis sie so weit gereift sind, dass ich mit den Vorarbeiten anfangen kann. Aber ich bleibe gedanklich immer hart dran am Stoff. Irgendwann entwickeln sich daraus Bilder. Dann ist der Stoff so weit, dass ich mit den Vorarbeiten und schließlich mit dem Schreiben anfangen kann. So wird mein Kopf etwas leerer und es ist wieder Platz da für neue Ideen.

Wie entstehen die Ideen zu Ihren Büchern?

Die Ideen entstehen fast immer aus dem Alltagsgeschehen heraus. Die Idee zu meinem Kurzroman hatte ich, als in meiner Nachbarschaft eine alte Dame verstarb. Ich habe damals geholfen, das Haus zu räumen. Und plötzlich stand die ganze Geschichte vor meinen Augen.

Gibt es Gemeinsamkeiten oder Unterschiede zwischen Ihren bereits erschienenen und folgenden Büchern?

Die Unterschiede sind offensichtlich. Ich bediene verschiedene Genres. Also verwende ich auch immer einen anderen Erzählstil, nutze eine andere Wortwahl, wähle den Erzähler meiner Geschichte in einer jeweils anderen Position. Die Gemeinsamkeit ist das Grundgerüst. Es ist der ganz klassische Spannungsbogen. Einführung, Orientierung, Problem, Bewertung, Lösung, Schluss. Das ist allerdings keine Erfindung von mir. Es ist ein Grundgerüst, das in jedem Buch zu finden sein sollte.

Meine Bücher sind recht forsch geschrieben, treiben immer voran, bleiben selten stehen, um Luft zu holen. Es ist, denke ich, mein eigenes Lebenstempo. Auch mir fällt es schwer, immer auf einer Stelle zu verharren.

In welchem ​​Genre sind Sie zu Hause?

Mein Ziel ist es, mich in möglichst vielen Genres zu versuchen. Danach werde ich letztlich entscheiden können, wo meine Heimat liegt.

Erschienen ist bis jetzt ein Sachbuch, der Kurzroman ist im Druck, in Arbeit befindet sich eine Kinder–Fantasy–Story. Aber es liegt noch das Material für einen Thriller, sowie für ein Drehbuch im Bereich Comedy.

Wann können Sie am besten schreiben?

Die meiste Ruhe finde ich morgens ab sieben Uhr, dann ist mein Sohn auf dem Weg zur Schule, und/oder abends, wenn er im Bett ist.

Warum sollten die Leser ausgerechnet Ihr Buch lesen?

Weil meine Bücher für Leser geschrieben sind. Jetzt wird natürlich jeder Autor sagen, ich schreibe meine Bücher auch für Leser. Es ist tatsächlich so, dass ausnahmslos alle meine Testleser immer wieder sagen, sie fühlen sich in die Handlung hineingezogen. Das erreiche ich dadurch, dass ich dem Leser einen Protagonisten zur Seite stelle, der nur für ihn da ist, ihn langsam in die Geschichte einführt und nicht mehr von der Hand lässt, bis zum Ende des Buches. Der Leser muss nur noch die ausgestreckte Hand ergreifen.

Was sind Ihre Lieblingsbücher? Was mögen Sie absolut gar nicht?

Meine Lieblingsbücher sind: Die Nebel von Avalon und Grüne Tomaten. In beiden Büchern geht es um Frauen, die ihr Leben zwar total unterschiedlich, aber unglaublich tough meistern. Ich mag keine langweiligen Bücher. Wenn mir das Denken abgenommen wird, macht das Lesen keinen Spaß.

Mit welchem ​​Ihrer Protagonisten würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken gehen?

Mit Lady Constanze Shire. Sie ist eine Vorreiterin im Bereich der Frauenliteratur. Nicht Literatur für Frauen, sondern von Frauen. In meinem Kurzroman wird sie erwähnt, aber sie ist nur auf Portraits zu sehen, denn sie ist schon lange tot. Doch sie war es, die zu Zeiten, als es längst nicht normal war, dass Frauen lesen und schreiben konnten, Gedichte über gleichgeschlechtliche Liebe verfasst hat. Sie war eine Anschubserin, unbequem, lästig und wahrlich nicht auf den Mund gefallen.

Was war Ihr lustigster Fehler in Ihren Büchern?

Der lustigste meiner Fehler war, als auf Seite 28 mal jemand das Licht eingeschaltet hat, der auf Seite 27 gestorben war. Ich habe einfach die Namen verwechselt.

Ihr Lieblingsspruch / Motto / Lebensweisheit

Nach jedem Regen kommt Sonnenschein.
Fehlschläge gehören zum Leben dazu. Man sollte sich jedoch nicht von ihnen entmutigen lassen, sondern die Chance darin sehen, an seinen eigenen Fehlern zu wachsen.

Ihre Chance! Was wollten Sie dem Leser schon immer mal mitteilen?

Sie haben vielleicht ein Buch von mir in der Hand. Das, was für Sie vielleicht einfach nur wie eine Aneinanderreihung von Buchstaben aussieht, ist in Wahrheit mein Herzblut. In jedem Buch sterbe, leide und durchlebe ich sämtliche Abenteuer mit allen Figuren. Jede einzelne ist mir ans Herz gewachsen. Jede einzelne hat ihre eigene Geschichte, eine eigene Herkunft, einen eigenen Erfahrungsbereich und ganz bestimmt auch eigene Gefühle. Diese ganze Welt rund um die Figuren erschaffe ich für Sie – den Leser. Wenn Ihnen also irgendetwas an dieser Welt, die ich für Sie erschaffen habe, nicht gefällt, suchen Sie den offenen Austausch mit mir. Als Autor bin ich darauf angewiesen, Rückmeldung zu bekommen. Und seien Sie versichert, ich freue mich immer, wenn wie heute plötzlich mein Telefon klingelt und ich habe einen Leser in der Leitung. Ich wünsche Ihnen noch eine gute Zeit und vielleicht …

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