Interview mit Julia Schmitz

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Julia Schmitz

Name
Julia Schmitz

 
Steckbrief
Ich bin 31 Jahre alt, wurde in Köln geboren, habe in Bonn Literaturwissenschaft und Psychologie studiert und lebe seit einigen Jahren in Berlin. Dort arbeite ich in einer Medienagentur und als freie Journalistin.

 
Wieso hast du dich entschieden, einen Blog zu schreiben? Was treibt dich an?
Als Lokaljournalistin in Köln hatte ich nicht die Möglichkeit, alle Kulturveranstaltungen zu veröffentlichen, die ich interessant fand. 2008 entstand deshalb “Fräulein Julia”, eine Seite für Veranstaltungstipps außerhalb des Mainstreams. Mit den Jahren (und dem Umzug nach Berlin) schrieb ich immer weniger vorab über Veranstaltungen, sondern setzte mehr auf Interviews, Nachbesprechungen von Ausstellungen und eben Rezensionen. Immer treibt mich dabei das Interesse an der vielfältigen Kulturlandschaft an.

 
Wonach sucht du deine Bücher aus?
Da mein Blog einen eindeutigen Berlin-Bezug hat ist es immer gut, wenn sich auch das Buch darum dreht. Dass ist aber kein Muss: Ich lese und bespreche das, was mir gefällt.

 
Was muss für dich ein gutes Buch mitbringen?
Es sollte mich schon auf den ersten Seiten – am besten gleich auf der ersten Seite! – gefangen nehmen, sei es durch das außergewöhnliche Thema oder den Sprachstil. Romane müssen nicht “spannend” sein, doch einen gewissen Spannungsbogen haben – ich gebe zu, dass ich mich ansonsten schnell langweile.

 
In welchem Genre bist du zu Hause?
Belletristik, ganz klar.

 
Wann und wo kannst du am besten lesen?
Am liebsten lese ich vor dem Einschlafen im Bett. Aber auch nachmittags auf dem Sofa, in der Badewanne, am See und natürlich auf dem Weg zur Arbeit in der U-Bahn habe ich eigentlich immer ein Buch an meiner Seite.

 
Warum sollte man unbedingt deinen Blog lesen und abonnieren?
“Fräulein Julia” ist eine gute Anlaufstelle für alle, die alternative Tipps für Berlin suchen und sich im Allgemeinen für Literatur, Kunst und Kultur interessieren.

 
Was sind deine Lieblingsbücher? Was magst du absolut gar nicht?
Wie immer eine schwierige Frage. Als Germanistin zählen zu meinen liebsten Autoren u.a. Max Frisch und Theodor Fontane, auch lese ich gerne Arno Schmidt als kleine Herausforderung. Für Reiseliteratur (z.B. Paul Theroux “Basar auf Schienen” oder alles von Patrick Leigh Fermor) bin ich immer zu haben, ebenso für Geschichten aus dem Berlin vor und unmittelbar nach dem Mauerbau (z.B. Nicola Nürnberger “Berlin wird Festland” oder Andreas Apelt “Pappelallee”).
Mit “Chick Lit” und kitschigen Liebesromanen kann ich wenig anfangen, auch Krimis lese ich selten.

 
Mit welchem der Protagonisten oder mit welchem Autor würdest du gerne mal einen Kaffee trinken gehen?
Eine Kaffeerunde mit Arno Schmidt, Max Frisch, Rolf Dieter Brinkmann und Benjamin von Stuckrad-Barre – das wäre doch mal was!

 
Was war die lustigste Situation, die dir im Bezug auf deinen Blog passiert ist?
Vor einigen Jahren sprach mich jemand auf der Kölner Schildergasse an: “Bist du nicht Fräulein Julia?!” Das war ein bisschen skurril, aber auch schön.

 
Dein Lieblingsspruch/Motto/Lebensweisheit?
I embrace what is
I embrace what will be
I embrace the light
as well as all the shadows within me
(Mantra)

 
Deine Chance! Was wolltest du den LeserInnen schon immer mal mitteilen?
Berlin ist gar nicht so unübersichtlich, laut und befremdlich, wie es manchmal scheint 🙂
Liste hier auf, wo man dich im Netz antrifft (Website, Facebook, Twitter, YouTube, …)
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