Interview mit Sarah Sander

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Name
Sarah Sander
 
Autoren-Steckbrief
Geboren mitten in den bunten Achtzigern, ein Kind des Umbruchs und der Hoffnungen und psychologischer Kriegsfall nach dem elften September fasst es am Besten zusammen. Geschrieben habe ich schon, seit ich schreiben kann, und seit Mai 2015 versuche ich zudem, meine Kenntnisse im Fernstudium aufzubessern. Ansonsten gibt es wenig zu sagen. Ich habe im Fußballsommer 2006 mein Abitur gemacht und studiere seitdem mehr oder weniger erfolgreich Geowissenschaften (ich habe furchtbare Prüfungsangst), was mich aber immerhin schon bis ins südliche Afrika gebracht hat und eine Liebe entfachte, die sich so schnell nicht mehr löschen lässt.
Meine Interessen sind sehr breit gefächert, treffen aber immer wieder bei der großen Frage nach Ursache und Wirkung zusammen und so versuche ich auch, meine Bücher aufzubauen. Die Frage nach dem Grund einer Handlung steht immer im Vordergrund, es gibt keine leeren Figuren.
 

Bisher erschienene Bücher:
Totes Blut (2015)
Das Orakel (2016)
Euro-Jin: Kein Gangster-Roman (2016)

 
Woher nimmst du deine Motivation zum Schreiben? Was treibt dich an?
Meistens sind es die Charaktere, die ungefragt zu mir kommen, mich in einer stillen Stunde vollquatschen und dann nicht mehr gehen. Weniger metaphysisch steht dann noch meine Freundin hinter mir, die die ganze Zeit nervt, damit ich ihr neue Geschichten vorlese. Zuletzt ist da das tiefe Bedürfnis, mir selbst Geschichten zu erzählen, also der Schreibprozess an sich. Denn der Weg ist ja bekanntlich das Ziel und mich entspannen meine eigenen Geschichten am Meisten.
 
Wie entstehen die Ideen zu deinen Büchern?
Auf verschiedenste Weise. Manchmal ist es eine Begebenheit oder eine Person, die ich sehe. Häufig sind es Fragmente von Träumen oder einzelne Sätze, die sich mehrere Tage ins Gedächtnis heften und ganz häufig sind urplötzlich Figuren in meinem Kopf, die ihre Geschichte erzählen wollen. Ideen und Inspiration kommt von überall her und zu jedem Zeitpunkt, solange man nur Augen, Ohren und Geist offenhält.
 
Gibt es Gemeinsamkeiten oder Unterschiede in deinen Büchern?
Ich versuche, viel Wert auf die Charaktere zu legen. Selbst Nebenfiguren müssen ein Motiv und einen Hintergrund haben, auch wenn der nicht direkt offenbart wird, denn ich hasse leere Hüllen. Ansonsten ist innere Logik ein wichtiges Element, ich bin naturwissenschaftlich gebildet und humanistisch erzogen, was zu komplexen Welten führt. Ich versuche, auch in Urban Fantasy die Dinge so zu biegen, dass sie in unserer Welt mit unseren Naturgesetzten tatsächlich möglich sind.
Außerdem ist das Prinzip von Ursache und Wirkung ein prägendes Element, wobei ich als Evolutionstheoretiker immer erst das Ei sehe und dann das Huhn 😉
 
In welchem Genre bist du zu Hause?
Erstaunlicherweise tendiert alles, was ich nicht primär für meine Nichte und meinen Neffen schreibe, in Richtung Krimi/ Thriller, egal, in was für ein Genre ich ursprünglich gehen wollte. Außer bei den Gangster-Romanen ist zudem der Fantasy-Anteil immer sehr hoch.
 
Wann kannst du am besten schreiben?
Das kommt drauf an. Einfach runterschreiben, wenn alles steht, kann ich am Besten morgens oder abends im Zug und im Bett. Die Ideen strukturieren und den Plot anlegen und das Überarbeiten mache ich dagegen lieber Mittags am richtigen PC.
 
Warum sollten die LeserInnen ausgerechnet deine Werke lesen?
Weil Phantasie und Realität sich nicht ausschließen müssen.
 
Was sind deine Lieblingsbücher? Was magst du absolut gar nicht?
Ich hasse Schnulzen, reine Liebesromane langweilen mich ungemein. Im Moment sind meine Lieblingsbücher Chaos von David Mitchell, einfach, weil es soviele unterschiedliche Ansichten und Denkanstöße enthält und das beste Ende hat, was ich bisher gelesen habe. Solche Schlussszenen kannte ich bisher aus der westlichen Kunst überhaupt nicht. Und Dracula von Bram Stoker, für die Figuren, die bis hin zum Kapitän auf dem Schiff wunderbar und realistisch gezeichnet sind. Ein Buch, in dem jede Figur lebt.
 
Mit welchem deiner Protagonisten oder mit welchem anderen Autor würdest du gerne mal einen Kaffee trinken gehen?
David Mitchell würde ich tatsächlich gerne näher kennenlernen, schon allein, weil es mich interessiert, wie man einen so komplexen Aufbau schultert. Mit meinen eigenen Protagonisten muss ich (leider) nicht Kaffeetrinken gehen, um sie besser kennenzulernen, aber Neil würde eine Einladung sicher nicht ausschlagen. Er tut viel für Kaffee.
 
Was war der lustigste Fehler in deinen Büchern?
“Zwei verletzte Sessel”
Ich hatte zwischenzeitlich ausprobiert, dem Computer meine Bücher zu diktieren, was in weiten Teilen auch erstaunlich gut geklappt hat. Aber das Wort “Leder” bereitete dem Programm jedes Mal auf’s Neue Schwierigkeiten. So kam es dann auch zu der etwas gewöhnungsbedürftigen Einrichtung eines Wohnzimmers.
 
Dein Lieblingsspruch / Motto / Lebensweisheit?
Alles kommt zu seiner Zeit und so, wie es zu seiner Zeit kommen muss.
 
Deine Chance! Was wolltest du den LeserInnen schon immer mal mitteilen?
Lest nicht nur, behaltet die Bücher, Geschichten und Figuren lieb. Sie sind ein Teil der Familie des Autors.
 

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